SZ 13.07.2026
16:23 Uhr

(+) Fall Balogun: Jedes Nudelsieb ist wasserdichter als der Vortrag der Fifa


Die Affäre Trump/Balogun geht weiter: Ein Jurist aus den Emiraten soll als Einzelrichter die Rotsperre aufgehoben haben. Es wird Zeit, dass dieser Skandal richtig untersucht wird.

(+) Fall Balogun: Jedes Nudelsieb ist wasserdichter als der Vortrag der Fifa
Auf die rote Karte gegen US-Stürmer Folarin Balogun folgte ein fast beispielloser Begnadigungsakt der Fifa, der dringend juristisch aufgearbeitet werden muss. Luke Hales/Getty Images via AFP

Endlich gilt jemand als verantwortlich für den größten Sündenfall dieser Weltmeisterschaft! Er kommt aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, heißt Mohammad al-Kamali und sitzt der Fifa-Disziplinarkommission vor. Der Rechtskundige aus dem Herrschertum am Golf soll ganz allein das famose Balogun-Urteil gefällt haben! So heißt es nun in Fußball-Kreisen, wobei die Fifa selbst offiziell natürlich nichts dazu sagt. Es gibt also jemanden, es hat bloß zwei Wochen gedauert, der spektakulärste Eingriff in den WM-Spielbetrieb hat ein Gesicht. Al-Kamali dementiert das nicht, er schweigt nur eisern, wenn ihn irgendwo Kameras oder Mikrofone wie die von der BBC erwischen. Das Ganze ist ja auch, nun ja, schwer zu erklären.

Trumps Anruf bei der Fifa und die Folgen erhitzen weiter die Gemüter: Jetzt fordert die Politik Aufklärung. Inzwischen scheint auch Infantinos Wiederwahl gefährdet zu sein. Wie verhält sich der DFB?

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