SZ 15.08.2026
20:44 Uhr

(+) FC Bayern: Musiala erleidet wohl Hitzschlag


Der 23-Jährige bleibt beim 3:1 im Testspiel gegen RB Leipzig minutenlang auf dem Rasen liegen, ehe er, sichtlich benommen, das Feld verlässt. Auch Konrad Laimer und Min-jae Kim werden verletzt ausgewechselt.

(+) FC Bayern: Musiala erleidet wohl Hitzschlag
Ismael Saibari fängt Jamal Musiala auf – danach bilden Mit- und Gegenspieler einen Sichtschutz um den nach Kräften ringenden Profi des FC Bayern. Alex Grimm/Getty Images

Jamal Musiala lag mit dem Rücken auf dem Rasen, und die Spieler um ihn herum formierten sich zu einem beinahe blickdichten Sichtschutz. Nicht nur die Mannschaftskameraden des FC Bayern, auch die Spieler von RB Leipzig beteiligten sich. Notärzte liefen heran, sogar Sanitäter mit einer Trage, nachdem sie hierzu aus dem Spielerkreis mit hektischen Gesten aufgefordert worden waren.

Die Szene war besorgniserregend, weil Profifußballer wie Musiala auch an heißen Tagen wie diesem Samstag in München für gewöhnlich nicht auf dem Rasen liegen bleiben, ohne dass es Kontakt mit einem Gegenspieler gegeben hatte. Minutenlang wurde der 23-Jährige von den Ärzten umsorgt, die Menschen in der Südkurve sangen Musialas Namen. Dann stand Musiala auf und lief, gestützt auf einen Betreuer, leicht wankend vom Rasen. Die Zuschauer klatschten Applaus. Die Sanitäter und ihre Trage wurden zum Glück nicht benötigt.

Und so ging der „Telekom Cup“, eine der aus sportlicher Sicht traditionell unnötigsten Veranstaltungen des FC Bayern vor dem Saisonstart, mit einer Szene zu Ende, die am Abend aus medizinischer Sicht nicht abschließend geklärt war. Zumal sich nach dem 3:1 Testspielsieg der Bayern kein Spieler oder Verantwortlicher in die Zone der Reporter begab, um Auskunft zu geben. „Wir drücken natürlich die Daumen“, sagte lediglich Kapitän Manuel Neuer im Fernsehen bei Magenta TV.

Später gab es leichte Entwarnung: Der Spieler habe einen Hitzschlag erlitten, hieß es. Musiala habe über Schwindel und Kreislaufprobleme geklagt. Lang gespielt hatte er zuvor nicht. Er war in die Partie gerückt bei einem Massenwechsel in der 69. Minute, in der 86. ging es dann schon wieder in Richtung Kabine. In der 81. Minute war ihm das 3:1 gelungen, nach Vorarbeit seines ebenfalls eingewechselten neuen Mannschaftskollegen Ismael Saibari, der vor dem Pass auf Musiala mit Wucht und Tempo gegen vier Leipziger angedribbelt hatte. Die zwei Münchner Tore zuvor hatten Luis Díaz (13.) und Nathaniel Brown (57.) beigesteuert. Das zwischenzeitliche 1:1 erzielte der Leipziger Brajan Gruda (52.).

Außer Musiala mussten die Bayern am Samstag zwei weitere Verletzte beklagen: Konrad Laimer erlebte nach neun Minuten einen schmerzhaften Zusammenprall mit David Raum. Auch er wurde zunächst auf dem Platz behandelt. Dann verließ der Österreicher humpelnd und mit einem dick bandagierten Oberschenkel den Rasen. Für ihn rückte Sacha Boey in die Partie, den der Sportvorstand Max Eberl bestenfalls noch in dieser Transferperiode verkaufen soll. Auch Min-jae Kim wirkte bei seiner Auswechslung nach über einer Stunde angeschlagen. Offizielle Diagnosen zu Musiala, Laimer und Kim lagen am Sonntagnachmittag nicht vor.

Der neue Offensivspieler des FC Bayern kann auf fast so vielen Positionen spielen, wie er Sprachen spricht. Und dies, obwohl er mit einer Fehlstellung seiner Füße geboren wurde.

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