SZ 07.09.2026
15:10 Uhr

(+) Deutschland: Wo bleibt die German Angst, wenn man sie mal braucht?


Unser Autor ist seit Kurzem wieder zurück in Deutschland und wundert sich: Die Gefühlsdealer von der AfD, ausgetrocknete Flüsse, Putins Agenten – warum sind die Menschen so seltsam still?

(+) Deutschland: Wo bleibt die German Angst, wenn man sie mal braucht?
Collage: Christian Tönsmann/CSI-Stock/Getty Images

Wenn man, von Washington kommend, mit United Airlines in München landet, kriegt man schon nach wenigen Stunden den Eindruck von einem Land, in dem vieles normal erscheint, was nicht normal sein sollte. Die täglichen Wasserstandsmeldungen sind schnell gecheckt: Der Wasserstand ist fast überall so, dass man demnächst voraussichtlich durch den Rhein wandern und im Starnberger See zelten kann. Brücken braucht man dann nicht mehr, das passt ganz gut zur Verkehrslage: Viele Brücken – laut der Umweltorganisation „Transport and Environment“ sind es bundesweit 6000 – werden ohnehin als baufällig markiert. In den Zügen sitzen Leute, die eigentlich gar nicht damit rechnen, pünktlich und ohne Zumutungen an ihrem geplanten Zielort anzukommen.

Noch nie haben wir uns der digital hochgerüsteten Welt so ausgeliefert gefühlt wie jetzt. Doch gerade in Zeiten von KI sollten wir uns auf das besinnen, was uns ausmacht: den Mut, eigenständig zu denken und zu handeln.

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