Gasspeicher sind ein Teil der Gasinfrastruktur, die saisonale und kurzfristige Bedarfsschwankungen ausgleichen. In Deutschland gibt es etwa 40 Gasspeicherstandorte, die meisten davon befinden sich im Norden Deutschlands. Kleinere oberirdische Speicher können lokale Verbrauchsspitzen über den Tag hinweg ausgleichen. Für Bedarfsschwankungen über das Jahr hinweg werden große, unterirdische Speicheranlagen genutzt, die sich einige Hundert Meter bis drei Kilometer tief in der Erde befinden. In Deutschland gibt es zwei Arten von unterirdischen Speichern: Kavernen- und Porenspeicher. Kavernenspeicher sind künstlich angelegte Hohlräume und können schneller befüllt oder entleert werden. Bei Porenspeichern handelt es sich um natürliche Gesteinsformationen, hier muss das Gas deutlich langsamer zu- oder abgeführt werden. Im Winter wird ein Teil des Verbrauchs aus den Gasspeichern abgedeckt. In Zeiten der niedrigen Nachfrage, also im Sommer, werden sie wieder befüllt. Ende August 2026 waren die Speicherstände mit knapp über 50 Prozent deutlich niedriger als in den Vorjahren: 2025 lag der Wert bei etwas über 70 Prozent, 2024 bei circa 95 Prozent.
