SZ 05.07.2026
11:49 Uhr

(+) AfD-Parteitag: Wie man AfDler in tiefer Nacht aus dem Bett zwingt


Mindestens 30 000 Menschen haben am Wochenende versucht, den Zugang zum AfD-Parteitag zu blockieren. Das gelingt nicht, doch der Protest prägt die Stadt an diesem Tag sichtbar – und selbst den Himmel darüber.

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Am Ende, sagt die Frau, sei das Datum der entscheidende Anstoß gewesen, der sie an diesem Erfurter Sommermorgen auf die Straße geführt habe: der 4. Juli. Genau vor einhundert Jahren, am 4. Juli 1926, fand ein Parteitag der NSDAP in Weimar statt, nur eine Zugviertelstunde von hier entfernt. Dass die AfD nun ihren Bundesparteitag ausgerechnet auf diesen Tag gelegt habe und eben nach Thüringen, das auch noch das Bundesland von Björn Höcke ist, dem führenden Rechtsextremisten der AfD: „Da bin ich jetzt noch fassungslos“, sagt die Frau, eine Grundschullehrerin, die ihren Namen lieber nicht preisgeben will.

Dass ausgerechnet die AfD die Mopeds von Simson für ihren Kulturkampf missbraucht, ist für Dennis Baum unerträglich. Also reist er jetzt aus New York nach Deutschland, um das Erbe seiner jüdischen Familie zu beschützen.

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