Weil Grafikkartentreiber von Nvidia mehrere Schwachstellen aufweisen, können Angreifer Linux- und Windows-Systeme im schlimmsten Fall mit Schadcode attackieren. Dagegen abgesicherte Treiber stehen zum Download bereit.
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01.10.2026 10:47 Uhr |

Weil Grafikkartentreiber von Nvidia mehrere Schwachstellen aufweisen, können Angreifer Linux- und Windows-Systeme im schlimmsten Fall mit Schadcode attackieren. Dagegen abgesicherte Treiber stehen zum Download bereit.
Aus der vorliegenden Warnmeldung geht nicht hervor, dass Angreifer die Lücken bereits ausnutzen. Viele der beschriebenen Angriffe setzen lokalen Zugriff und zumindest einfache Nutzerrechte voraus. Das mindert die möglichen Folgen einer erfolgreichen Attacke nicht, ist für die Einschätzung der Gefahr aber wichtig.
Die Entwickler geben an, insgesamt 114 Schwachstellen geschlossen zu haben. Die Lücken betreffen nicht nur GPU-Treiber, sondern mit 16 Schwachstellen auch die vGPU-Software. Eine Lücke (CVE-2026-47574) in dieser Software ist von Nvidia als „kritisch“ eingestuft. Ist eine Attacke erfolgreich, können Angreifer unter anderem Schadcode ausführen oder sich höhere Nutzerrechte verschaffen.
Bei der Bewertung dieser Lücke gibt es aber eine Diskrepanz: In der Tabelle in Nvidias Warnmeldung ist sie als „kritisch“ eingestuft, während der CVE-Datensatz den Bedrohungsgrad „hoch“ nennt.
Der Großteil der übrigen Lücken ist als „hoch“ eingestuft. Auch hier sind je nach Schwachstelle Codeausführung, das Ausspähen oder Verändern von Daten sowie Denial-of-Service-Attacken möglich. Letztere können etwa dazu führen, dass ein betroffener Dienst oder das System nicht mehr verfügbar ist.
Nvidia nennt je nach Produkt, Betriebssystem und Treiberzweig unterschiedliche aktualisierte Versionen. Nutzer sollten daher zuerst prüfen, welcher Treiber auf ihrem System installiert ist, und anschließend die für genau diesen Zweig und ihr Produkt vorgesehene Version installieren.
(des)