Heise 24.06.2026
12:23 Uhr

Serverless mit Pausenfunktion: AWS stellt Lambda MicroVMs vor


AWS führt Lambda MicroVMs ein, die VM-Isolation mit schnellen Startzeiten und Zustandserhaltung für serverlose Workloads verbinden.

Serverless mit Pausenfunktion: AWS stellt Lambda MicroVMs vor

AWS hat mit Lambda MicroVMs eine neue Laufzeitumgebung für serverlose Workloads vorgestellt. Die MicroVMs sollen VM-Level-Isolation mit sehr schnellen Start- und Fortsetzungszeiten verbinden und den Zustand einer laufenden Session erhalten. Amazon zielt damit auf Anwendungen, die Nutzer- oder KI-generierten Code ausführen und für jeden Nutzer oder Job eine eigene, abgeschottete Umgebung brauchen. Bisher mussten Entwickler laut AWS zwischen starker Isolation, schnellen Startzeiten und der Möglichkeit wählen, den Zustand einer Sitzung zu speichern.

Zum Einstieg erzeugen Entwickler ein MicroVM-Image aus einem Dockerfile. Auf Basis dieses Images lassen sich MicroVMs starten. Jede MicroVM erhält eine dedizierte HTTPS-URL. Die Umgebung unterstützt laut Ankündigung HTTP/2, gRPC und WebSockets. Zudem gibt AWS an, dass sich die Ausführung für bis zu acht Stunden anhalten und später fortsetzen lässt.

Technisch basiert Lambda MicroVMs auf Firecracker, der Virtualisierungstechnik, die auch AWS Lambda selbst nutzt. Firecracker bildet aktuell die Grundlage für mehr als 15 Billionen Lambda-Aufrufe pro Monat, so Amazon.

Lambda MicroVMs ist laut AWS ab sofort in fünf Regionen verfügbar: US East (N. Virginia), US East (Ohio), US West (Oregon), Asia Pacific (Tokyo) und Europe (Ireland). Die Steuerung ist über die AWS Lambda Console, CloudFormation, das Cloud Development Kit und das Agent Toolkit for AWS möglich.

Beim Preis berechnet AWS die Baseline-Compute-Ressourcen, solange die MicroVM läuft. Zusätzliche Ressourcen fallen nur für die Zeit an, in der eine Workload über dieses Baseline-Niveau hinausgeht.

(fo)