Heise 14.09.2026
16:50 Uhr

Kommandozeilen-App für macOS: Homebrew 7 ist da – und schneidet alte Zöpfe ab


Der populäre Paketmanager kriegt ein großes Update. Doch nicht allen Usern dürfte Homebrew 7 gefallen, denn das Team hat einige Entscheidungen getroffen.

Kommandozeilen-App für macOS: Homebrew 7 ist da – und schneidet alte Zöpfe ab

Die populäre macOS-Paketverwaltung Homebrew steht nun in der neuen Version 7.0.0 zur Verfügung. Die Macher rund um Mike McQuaid liefern eine ganze Menge an Neuerungen mit, sorgen allerdings auch dafür, dass mancher Nutzer künftig nicht mehr mit der Software versorgt wird – auch, um sie auf einem aktuellen Stand zu halten. Dazu gehören insbesondere Menschen, die mit älteren macOS-Versionen arbeiten und/oder noch auf Intel-Macs verblieben sind. Das geht so weit, dass die Homebrew-Macher gegebenenfalls alternative Paketmanager wie MacPorts empfehlen.

Homebrew 7.0.0 landet über den Standardbefehl brew update oder über das automatische Update auf dem Mac. macOS 10.15 (Catalina) wird nicht mehr unterstützt, es muss mindestens macOS 11 sein. Allerdings gibt es auch mit früheren Versionen Einschränkungen. Erst ab macOS 15 (Sequoia) sind Bottles- und .pkg-Installation künftig möglich. macOS 27 alias Golden Gate wird hingegen vom Start weg unterstützt – es erscheint vermutlich am heutigen Abend.

Third-Party-Wrappers für das brew-Kommando wandern ebenso in das sogenannte Tier 3, das nicht mehr offiziell unterstützt wird, wie Intel-Maschinen mit macOS 11 oder später. Heißt: Homebrew kann weiter funktionieren, muss es aber nicht. macOS 11 auf Apple-Silicon-Maschinen werden ebenfalls nicht mehr lange weiter unterstützt – es muss „vor Supportende“ mindestens macOS 12 sein. Schließlich werden auch Third-Party-Formulas für post_install sowie Cask-Flight-Blocks demnächst entfernt.

Mit der offiziellen Anwendung BrewUI steht nun auch eine native Paketmanager-App für Menschen bereit, die lieber nicht mit der Kommandozeile hantieren. Man kann neue Pakete entdecken, bereits installierte Apps einsehen, sie löschen und überwachen.

Aktuell steht die App auf Versionsstand 0.4.1. „Unsere Motivation: Nutzern, die sich mit der Kommandozeile schwer tun, die Möglichkeit geben, Homebrew-Pakete sicher zu finden, zu installieren, zu aktualisieren und zu verwalten – und zwar über eine native SwiftUI-Oberfläche, die stets transparent macht, was Homebrew gerade tut“, schreiben die Macher. Homebrew 7.0.0 steht auch für Linux zur Verfügung. Die Anwendung ist kostenlos und quelloffen.

(bsc)