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03.07.2026
06:15 Uhr
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Digitalisierung von Xbox-Discs + Starlink-Konkurrenz einsatzbereit + Kritik am Aus für Telefon-AU + Pläne der neuen Krankschreibung + Verbraucherschutz-Podcast

Die derzeit intern getestete neue Funktion „Disc2Digital“ für Microsoft-Konsolen macht Xbox-Discs zu digitalen Spielen. Es könnte der Vorbereitung der nächsten Xbox-Generation dienen, die wie kommende Playstation-Modelle möglicherweise ohne Laufwerk kommt und auf Download-Spiele setzt. Derweil hat Amazon nun fast 400 Satelliten im Erdorbit. Das ist nach Konzernangaben ausreichend für einen kontinuierlichen Service des Satellitennetzwerks Leo, das dieses Jahr verfügbar sein soll. Weitere Starts zum Ausbau des Satelliten-Internets sind geplant. In Deutschland sorgen die Pläne, die Telefon-AU abzuschaffen und eine Krankschreibung am ersten Tag zu schaffen, für vehemente Kritik aus der Ärzteschaft und von der AOK. Es sei „Irrsinn“, wenn abertausende Menschen zusätzlich zum reinen Ausfüllen von Zetteln in die Praxen gejagt werden – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
Auch Microsoft könnte die nächste Generation der Xbox-Spielkonsolen ohne Laufwerke auf den Markt bringen, nachdem Sony bereits erklärt hat, Playstation-Spiele künftig nur noch zum Download anzubieten. Denn jetzt wird berichtet, dass Microsoft intern eine Funktion testet, mit der Xbox-Spiele auf Discs digitalisiert werden können. Damit sollen Besitzer physischer Xbox-Spiele diese auch auf Konsolen ohne Laufwerk nutzen können – wichtig für Eigentümer umfangreicher Spielesammlungen. Da die nächste Xbox-Generation namens „Project Helix“ abwärtskompatibel zu aktuellen Konsolenspielen sein soll, diese aber auch auf Discs zu erwerben sind, würden neue Spielkonsolen ohne Laufwerke solche Games ausschließen. Doch jetzt wird berichtet, dass Microsoft intern eine Funktion zur Digitalisierung von Xbox-Disks testet.
Eine Atlas-V-Trägerrakete hat am Donnerstag 29 weitere Amazon-Leo-Satelliten erfolgreich ins All befördert und sie in einer Höhe von rund 465 Kilometern über der Erde ausgesetzt. Damit hat das Satellitennetzwerk Amazon Leo (ehemals Project Kuiper) nach Angaben von Amazon nun 396 Satelliten im niedrigen Erdorbit. Nach eigener Einschätzung verfügt Amazon jetzt über genügend Satelliten im erdnahen Orbit, um den Betrieb seiner Satelliten-Internet-Konstellation in Konkurrenz zu Marktführer Starlink zu beginnen. Laut Amazon ist der Konzern damit auf Kurs, die angepeilte kommerzielle Verfügbarkeit noch in diesem Jahr zu erreichen. Zudem sollen künftige Missionen durch neue Schwerlastraketen mehr Satelliten gleichzeitig befördern: Genügend Satelliten im All für Satelliten-Internet-Konstellation Amazon Leo.
Die vorgestellten Pläne der Bundesregierung für strengere Regeln bei Krankschreibungen stoßen auf breite Kritik. Künftig soll als gesetzliche Regel eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) bereits ab dem ersten Krankheitstag vorgelegt werden – vorgeschrieben ist eine ärztliche Bescheinigung bisher erst ab dem vierten Tag. Zudem soll es die Telefon-AU künftig nicht mehr geben. Begründet wird die Verschärfung mit dem Ziel, hohe Fehlzeiten in Unternehmen zu senken. Kritik kommt von vielen Seiten. Durch die AU-Pflicht ab dem ersten Krankheitstag seien Millionen zusätzliche Praxisbesuche zu erwarten, vielfach ohne medizinische Notwendigkeit. Es sei „reine Symbolpolitik“, sagen etwa die Krankenkassen zum Ende der Telefon-AU: „Irrsinn, der für Millionen zusätzliche Arztbesuche sorgt“.
Die Pläne der Bundesregierung zu Krankschreibungen klären wir in einem weiteren Artikel. Klar ist, dass sich Beschäftigte auf strengere Regeln und häufigere Praxisbesuche einstellen müssen, wenn sie wegen Krankheit nicht zur Arbeit gehen können. Künftig braucht man demnach schon vom ersten Fehltag an eine ärztliche Bescheinigung statt am vierten Tag. Denn laut Bundeskanzler Merz ist die Zahl der Krankentage in Deutschland zu hoch. Und mit „exorbitanten“ Krankenständen nach der Corona-Krise finde man sich nicht ab. „Das ist eine harte Entscheidung“, erklärte er mit Blick auf die Vereinbarungen im Koalitionsausschuss. „Aber wir können uns diesen Wettbewerbsnachteil durch lange Abwesenheiten in den Unternehmen nicht länger leisten“, sagt Merz: Das sind die Pläne zur Krankschreibung ab dem ersten Tag.
Streaming-Abos lassen sich heute mit wenigen Klicks abschließen. Doch der Komfort täuscht über rechtliche und technische Fallstricke hinweg. Ob es um das Teilen von Accounts, technische Störungen beim Bezahlvorgang oder das plötzliche Erwachen in einer Online-Abofalle geht: Verbraucher sollten ihre Rechte genau kennen, um sich vor unberechtigten Forderungen zu schützen und den Anbietern auf Augenhöhe zu begegnen. Wer Angeboten etwa in sozialen Netzen folgt, die Zugang zu aktuellen Filmen zu niedrigen Preisen versprechen, und dort seine Daten hinterlässt, sieht sich mitunter kurz darauf mit Zahlungsaufforderungen konfrontiert. Wie sich Verbraucher gegen willkürliche Aboverträge wehren können, klären wir im c't-Verbraucherschutz-Podcast Vorsicht, Kunde: Rechtliche Fallstricke bei Streaming-Abos und Online-Verträgen.
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(fds)