Heise 21.07.2026
11:22 Uhr

Bestes Raumklima: Taupunktlüfter Update auf Version 7.0.


Der Taupunktlüfter hat sich in den letzten Jahren als zuverlässiges System zum Trocknen von Wohnungen und Häusern erwiesen. Nun gibt es ein Update der Software.

Bestes Raumklima: Taupunktlüfter Update auf Version 7.0.

Das Projekt Taupunktlüfter erfreut sich weiterhin hoher Beliebtheit. Es wurde vom Autor selbst nicht nur mit Daten-Logging versehen, sondern auch zum Radonlüfter erweitert. Weiterhin wird es in vielen weiteren Projekten zitiert, sei es als Taupunktlüfter mit Shelly-Geräten oder in das Smart Home eingebunden.

Jetzt gibt es Neuerungen für das Originalprojekt des Taupunktlüfters. Der Autor Ulli Schmerold schreibt:

„Angestoßen wurde das neue Taupunktlüfter-Update von der Chartplattform Highcharts, die bisher das Rendern der Taupunktlüfter-Charts erledigt hatte. Ohne Vorankündigung wurden bei allen Taupunktlüftern keine Charts mehr generiert, ich vermute seit Anfang 2026. Grund dafür war eine Änderung der Lizenzpolitik von Highcharts.“

Und weiter:

„So war ich gezwungen, ein anderes kostenloses Chartprojekt zu suchen, Highcharts aus dem Code herauszuoperieren und meinen neuen Favoriten Chart.js einzubauen – ein nicht unerheblicher Aufwand. Und wenn ich dann ohnehin schon dabei bin, kann ich auch gleich so einiges, was von Lesern (Taupunktlüfter-Betreibern) herangetragen wurde, umsetzen.“

Herausgekommen ist eine neue Version 7.0 mit folgenden Verbesserungen. Das Update ist für vorhandene Installationen schnell selbst erledigt oder im heise-Shop als kompletter Bausatz (ohne Lüfter, Kabel und Gehäuse) erhältlich.

Durch Supportanfragen und Fehlermeldungen wurde ein wohlbekanntes Problem bei DHT22-Sensoren auffällig. Sie sind sehr anfällig für elektromagnetische Störungen (EMI = Electromagnetic Interference). Wenn etwa Rollladenmotoren schalten, entstehen Spannungsspitzen und Magnetfelder, die die empfindliche digitale Kommunikation des DHT22 stören.

Beheben lässt sich dieses Problem durch jeweils einen 10-kΩ-Pull-up-Widerstand zwischen den DATA-Pins (Pin5 und Pin15) und der VCC (3.3 V) Leitung. Anderenfalls zieht jede kleine Funkstörung die Sensor-Datenleitung auf Masse und der Sensor liefert dann Datenmüll.

Diese Widerstände können entweder direkt mit in die Sensorbuchsen geschraubt oder auf die Rückseite der Platine an die entsprechenden Anschlüsse gelötet werden.

Die Signalisierung vom Radonmessgerät erfolgt über einen Stecker auf dem praktischen Lochraster auf der Platine.

Zu beachten: Es wird nicht der jeweilige Radonwert, sondern nur das Start- und Stoppsignal für den Radonlüfter übermittelt. Somit kann kein konkreter Becquerelwert am Taupunktlüfterdisplay abgelesen werden, aber die Zeit, die der Lüfter aufgrund zu hoher Radonwerte aktiv war.

Für die Zukunft plant der Autor, dass alle Einstellungen, die bisher nur direkt an der Taupunktlüfter-Steuerung verändert werden konnten, auch im Webbrowser eingetragen werden können.

Außerdem soll es dann möglich sein, wahlweise DHT22- oder BME/BMP280- Sensoren an den Taupunktlüfter anzuschließen. (caw)