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16.07.2026
11:34 Uhr
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Die Anwälte des KI-Konzerns haben einen Blick auf die Klage von Apple geworfen. Man glaube an „fairen Wettbewerb“, hieß es danach in einem Statement.

Nach einer Kurzstellungnahme durch einen Sprecher hat OpenAI nun etwas ausführlicher auf Apples Klage wegen des angeblichen Diebstahls geistigen Eigentums durch von der KI-Firma angeworbene Ex-Mitarbeiter reagiert. In der Stellungnahme, die der Finanznachrichtenagentur Bloomberg vorliegt, heißt es, man nehme die Vorwürfe zwar ernst, sei sich aber keiner Beweise dafür bewusst, dass die Klage begründet sei.
„Wir glauben an fairen Wettbewerb und daran, dass Menschen die Freiheit haben sollten, dort zu arbeiten, wo sie möchten“, schreibt OpenAI. „Wir konzentrieren uns darauf, innovative Technologien zu entwickeln, die Menschen überall neue Möglichkeiten eröffnen.“
Apples Klage kommt, nachdem es OpenAI gelungen war, über 400 ehemalige Angestellte anzuwerben – von Ex-Designchef Jony Ive über wichtige Designmitarbeiter wie Evans Hankey und Tang Tan bis hin zu für Apple zentralen Managern wie Smartglasses-Experte Paul Meade. Daneben kamen zahllose weniger bekannte Apple-Angestellte zu OpenAI, die etwa Experten für Lieferketten, Fertigung, Materialwissenschaften oder Engineering sind. Ziel ist es, eigene Hardware-Produkte zu bauen. Zuletzt hieß es, OpenAI plane zunächst einen tragbaren smarten Lautsprecher ohne Display. Es soll aber auch ein eigenes Smartphone vorgesehen sein. Wann die Geräte erscheinen, ist noch unklar.
OpenAI hatte zunächst nur mit der Aussage reagiert, die Firma habe „kein Interesse“ an den Geschäftsgeheimnissen anderer Unternehmen. Ob bereits rechtliche Schritte gegen Apple eingeleitet sind – oder zumindest der Versuch, eine Abweisung der Klage zu erreichen –, dürfte sich in den kommenden Tagen zeigen. Innerhalb von OpenAI hatte es selbst Bestrebungen gegeben, rechtlich gegen Apple aufgrund einer offenbar nur schlecht funktionierenden Kooperation bei ChatGPT in iOS vorzugehen. Das wurde jedoch unterlassen.
Apples Klageschrift enthält massive Vorwürfe. So soll OpenAI Apple-Mitarbeiter gebeten haben, Prototypen in Vorstellungsgespräche mitzubringen. Der Ex-Apple-Ingenieur Chang Liu gab angeblich Tipps, Apples Sicherheitsmaßnahmen zu unterlaufen. Laut Klage soll dieser zudem mit einer (später ebenfalls bei OpenAI gelandeten) Apple-Mitarbeiterin Kontakt gehabt haben, um an Material zu gelangen; offenbar nutzte er dabei eine Fehlkonfiguration in einem Apple-Dateiserver.
Apple behauptet, das OpenAI-Hardware-Team sei auf einem „wackeligen Fundament“ aufgebaut und „bis zum Kern verrottet“. Es ist denkbar, dass das Verfahren, das sich über viele Jahre ziehen könnte, die OpenAI-Hardware-Pläne (sowie dessen Börsengang) tangieren wird. Apple will mit der Klage unter anderem verhindern, dass Produkte auf den Markt kommen, die angeblich auf seinen Geschäftsgeheimnissen basieren.
(bsc)