Heise 31.08.2026
07:05 Uhr

25 Mal Mount Everest aus Fotobüchern: Click Boom Flash „Fotodienstleister"


„Wenn ich ein digitales Bild habe, dann muss ich ja nicht mehr durch die Stadt fahren, um Disketten abzugeben", sagt Pixum-Gründer Daniel Attallah.

25 Mal Mount Everest aus Fotobüchern: Click Boom Flash „Fotodienstleister

Im Jahr 2000 stolpert ein Computerspezialist in einem amerikanischen Best Buy über eine Pyramide aus Digitalkameras – und gründet kurz darauf einen Onlinefotodienst. Daniel Attallah erzählt, wie er mit zwei Mitgründern eine Plattform baute, auf der Kunden digitale Fotos hochladen und als Abzüge bestellen konnten. Die großen Namen Kodak, Fuji und Agfa verschwanden über die Jahre als Fotodienstleister vom Markt. Was folgte, war eine klassische Disruption: Der analoge Bildermarkt schrumpfte innerhalb einer Dekade um 90 Prozent.

Das Fotobuch rettete die Branche. Heute bestellen manche Kunden ihr Fotobuch in zehn Minuten per KI-Assistent, andere arbeiten zwei Wochen lang an einem liebevoll gestalteten Scrapbook für 180 Euro. Urlaub, Feiern und Kinder sind die drei großen Dauerbrenner unter den Anlässen. Und der Fotokalender, an den anfangs wenige glaubten, wurde zur zweitgrößten Produktgruppe – obwohl er nur zwei Monate im Jahr verkauft wird.

Nicht jede Idee zündete: Ein Wochenkalender mit 52 Seiten zeigte nicht den gewünschten Erfolg, ebenso wie die Idee eines digitalen Wandbildberaters. Dafür wurde ein Foto-Adventskalender zum überraschenden Verkaufsschlager.

Warum Pixum in zehn Jahren trotz KI noch Fotobücher drucken wird und welche Masse an Fotoaufträgen täglich eintrudeln – das verrät Daniel Attallah in der aktuellen Folge.

Nachtrag der Redaktion: Daniel Attallah hat sich nach über 25 Jahren aus dem operativen Geschäft zurückgezogen und die Leitung von Pixum an Thomas Alscheid übergeben.

Jeden zweiten Sonntag um 9 Uhr erscheint eine neue Folge von Click Boom Flash, dem Podcast des Magazins c't Fotografie. Sie finden ihn in allen großen Podcast-Verzeichnissen. Hören Sie jetzt rein, mit Apple Podcasts, Spotify, Amazon Music oder als in der Podcast-App Ihrer Wahl.

(hoh)