FAZ 18.09.2026
20:36 Uhr

Zweite Bundesliga: Wolfsburg bejubelt ersten Heimsieg seit Januar – Unentschieden in Fürth


Der VfL Wolfsburg fertigt zuhause auch durch zwei Doppeltorschützen formschwache Darmstädter ab. Im Parallelspiel kann Magdeburg eine frühe Führung nicht lange halten.

Zweite Bundesliga: Wolfsburg bejubelt ersten Heimsieg seit Januar – Unentschieden in Fürth

Der VfL Wolfsburg hat den ersten Heimsieg seit mehr als acht Monaten gefeiert. Der große Aufstiegsfavorit der 2. Fußball-Bundesliga gewann mit 5:1 (2:1) gegen Darmstadt 98. Vor 18.345 Zuschauern trafen zweimal Alexander Bernhardsson (14./61. Minute), zweimal Robert Glatzel (40./79.) sowie Muhammed Damar (67.) für die „Wölfe“. Milan Smit gelang in der 28. Minute das 1:1 für Darmstadt. Zuletzt hatte der VfL am 14. Januar noch zu Bundesliga-Zeiten ein Heimspiel gewonnen – mit 2:1 gegen den FC St. Pauli. Überhaupt gab es in der Volkswagen Arena seit Januar 2025 nur vier Heimsiege in 38 Ligaspielen. Dass auch das Spiel gegen Darmstadt und den ehemaligen VfL-Trainer Florian Kohfeldt zeitweise zu einer Zitterpartie werden sollte, war anfangs nicht abzusehen. Denn Wolfsburg begann sehr druckvoll und hatte durch Damar (13.) und einen Kopfball von Yannick Gerhardt (32.) Großchancen für mehr als nur ein Tor. Pfiffe gegen VfL-Team Der überraschende Ausgleich fiel nach einem groben Patzer des dänischen Nationalspielers Joakim Maehle – und löste bei Spielern wie Fans in Wolfsburg eine große Anspannung aus. In der 39. Minute gab es sogar Pfiffe gegen die Heimelf, Darmstadt wurde immer mutiger – doch mitten in diese Atmosphäre fiel das 2:1 durch Glatzel nach einer Flanke von Bernhardsson. Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte der VfL erneut Glück: Ein 25-Meter-Schuss des Darmstädter Verteidigers Patric Pfeiffer prallte nacheinander an den rechten und linken Innenpfosten (49.). Näher kamen die „Lilien“ dem erneuten Ausgleich aber nicht mehr. Wolfsburg übernahm wieder die Kontrolle und machte nach einer Stunde alles klar: Der Schwede Bernhardsson verwertete eine schöne Vorarbeit von Fabian Reese und löste damit auch die letzte Verunsicherung beim VfL. Kurz darauf traf mit Damar noch ein weiterer teurer Neuzugang dieses Sommers. Punkteteilung in Fürth Nach zwei verrückten 4:5-Partien in der Vorsaison haben sich die SpVgg Greuther Fürth und der 1. FC Magdeburg unspektakulärer mit 1:1 (1:1) getrennt. Die Gäste gingen früh durch Emmanuel Iyoha in Führung (5. Minute), Omar Sillah (22.) glich für die Hausherren im Stadion am Ronhof aus. Durch das Remis verpasste es der FCM, zumindest vorläufig auf den dritten Tabellenrang der 2. Fußball-Bundesliga zu springen und ist nun Fünfter. Die Franken (10.) schafften es nicht in die obere Hälfte des Klassements; ihnen droht am Wochenende sogar ein Abrutschen in die Nähe der Abstiegszone. Hauptdarsteller zwischen den Pfosten Sowohl Fürth-Coach Heiko Vogel als auch Magdeburgs Trainer Petrik Sander hatten sich unaufgeregtere Partien gewünscht als vorige Saison. Iyohas frühes Tor ließ erneut ein Fußball-Spektakel erahnen. Magdeburg war reifer und klarer im Spielaufbau. Das änderte sich nach dem Ausgleich von Sillah, der zunächst wegen Abseits abgepfiffen, nach VAR-Überprüfung aber anerkannt wurde. Vor 11.491 Zuschauern wurden die Torhüter zu den Protagonisten des Abends: Fürths Florian Hellstern parierte gegen Mateusz Zukowski (38./75.), Iyoha (65.) und Richmond Tachie (78.) teils aus kurzer Distanz. Auch Magdeburgs Dominik Reimann zeigte eine starke Partie und vereitelte unter anderem gegen Sillah (46.) und den wieder genesenen Shinta Appelkamp (56.) weitere Gegentore.