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07.09.2026
13:32 Uhr
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Chrupalla: Wir sind gesprächsbereit auch in Richtung CDU +++ BSW-Spitzenkandidat: Würden uns in drittem Wahlgang enthalten +++ Patt im Landtag zwischen AfD und erklärten AfD-Gegnern +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Middelberg wird Schatzmeister der CDU Mathias Middelberg ist neuer Bundesschatzmeister der CDU. Wie das Konrad-Adenauer-Haus mitteilte, wurde der Abgeordnete am Vormittag vom Bundesvorstand dazu ernannt.Der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz sagte, Middelberg stehe für Verlässlichkeit, wirtschaftliche Vernunft und große politische Erfahrung. „Ich freue mich sehr, dass der Bundesvorstand ihn zum Bundesschatzmeister ernannt hat“, so Merz. Middelberg werde „diese wichtige Aufgabe mit Sorgfalt und Augenmaß wahrnehmen“.Als Schatzmeister ist Middelberg Teil des CDU-Präsidiums, das die Spitze des wesentlich größeren Bundesvorstands bildet. Middelberg folgt in dem Parteiamt auf Franziska Hoppermann, die im Zuge der Personalrochade zur CDU-Generalsekretärin aufgestiegen war. Hoppermann folgte wiederum auf Carsten Linnemann, der inzwischen Bundesgesundheitsminister ist.
AfD feiert den Gillamoos im Schlossgarten nebenan – „Wir lassen uns das Trommeln nicht verbieten“ Gillamoos, Jahrmarkt in Niederbayern, auf dem sich die politischen Parteien einen Schlagabtausch liefern, jede im eigenen Zelt. Nur die AfD ist seit Jahren außen vor, im Schlossgarten nebenan. Nach dem Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt herrscht dort Feierstimmung – oder das, was die AfD darunter versteht. Bevor die Reden beginnen, etwa von der stellvertretenden Vorsitzenden der Bundestagsfraktion Beatrix von Storch, laufen zunächst Hits der „Spider Murphy Gang“, „Schickeria“ und „Skandal im Sperrbezirk“, sogar „Westerland“ von „Die Ärzte“ als Cover, danach wird es einschlägiger und härter. Rechtsrap dröhnt aus den Lautsprechern: „Sie werden dich mundtot machen und ziehen dich in den dunklen Schatten, doch schrei's heraus, gib nicht auf, Mann – Deutschland bereit für den Aufstand!“ Oder: „Wir lassen uns das Trommeln nicht verbieten“. Oder das angeblich satirische: „Merzchen, ich reiß dich raus, schmeiß dich weg und trete drauf.“ Gerd Mannes, der stellvertretende Vorsitzende der AfD-Landtagsfraktion, sagt lächelnd, er wolle heute nicht in der Haut von CSU-Chef Markus Söder stecken. Den Kollegen in Sachsen-Anhalt rät er, „durchzuziehen“ und eine Regierungsmehrheit anzustreben. „Ein paar von der CDU werden schon umfallen.“Als Söder im CSU-Zelt gerade in den letzten Zügen ist, ruft AfD-Landeschef Stephan Protschka, die CDU gehöre „auf den Müllhaufen der Geschichte“. Als ein paar Lederhosenträger sich vor der AfD-Bühne entfernen, fragt er sie, ob sie „zum Söder“ gehen. Einer tippt mit dem Finger an die Stirn. Protschka feixt: „Zum Söder mag keiner mehr.“
Spaniens Regierungschef zu AfD-Erfolg: Extremistische Bedrohung gewinnt an Boden Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez hat mit einer deutlichen Warnung vor sich ausweitendem Extremismus in Europa auf den Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt reagiert. „Die extremistische Bedrohung gewinnt, zum großen Teil dank der Kapitulation der traditionellen Rechten, in Europa und in der Welt an Boden“, sagte Sánchez am Montag in Madrid. „Eine Regierung wie die progressive Koalition, die wir in Spanien haben, ist heute nötiger denn je. Die Welt schaut auf uns“, sagte der Regierungschef bei einer Versammlung seiner Sozialistischen Partei. Sánchez steht an der Spitze einer der wenigen linksgerichteten Regierungen in Europa.
Bundesregierung zeigt sich offen für Überprüfung von Reformen Die Bundesregierung ist nach den Worten eines Regierungssprechers grundsätzlich bereit, bereits beschlossene Reformpläne etwa zu Gesundheit oder Rente zu überdenken. Wenn es die Auffassung gebe, die Dinge in einem anderen Licht zu betrachten, dann müsse dies innerhalb der Regierung besprochen werden, sagt der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille in Berlin. Grundsätzlich aber sei Deutschland auf dem richtigen Weg, betont er.
Frühere Thüringer BSW-Abgeordnete wollen neue Fraktion bildenWährend dem BSW in Sachsen-Anhalt eine entscheidende Rolle bei der Bildung einer neuen Landesregierung zukommen könnte, spielt es in Thüringen kaum noch eine Rolle. Dort ist ein Großteil der Landtagsfraktion aus der Partei ausgetreten, um die CDU-geführte Landesregierung unter Ministerpräsident Mario Voigt fortzusetzen – der Druck aus der Partei, die Landesregierung zu verlassen, wurde immer größer. Die Verfechter der Regierung traten also aus.Nun wollen sie am Mittwoch eine neue Fraktion gründen. Das sagte ein Sprecher der bisherigen BSW-Fraktion am Montag in Erfurt. Die neue Fraktion soll demnach den Namen der am Sonntag von mehreren Abgeordneten um die frühere BSW-Landeschefin und Landesfinanzminister*in Katja Wolf gegründeten Partei „Thüringen.Gerecht“ tragen. Die Abgeordneten haben sich nach eigenen Angaben für die kurzfristige Parteigründung entschieden, um einen rechtssicheren Ablauf sicherzustellen.
Kirchen besorgt über Wahlergebnis in Sachsen-AnhaltDas Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt erfüllt die Kirchen nach eigenem Bekunden mit „großer Sorge“. „Diese Landtagswahl hat die politischen Verhältnisse in Sachsen-Anhalt tiefgreifend verändert. Das Land ist gespalten. Unsere Sorge gilt dem sozialen Frieden und dem Miteinander der Menschen in unserem Bundesland“, teilten die Bischöfe der evangelischen und der katholischen Kirche in Sachsen-Anhalt, Friedrich Kramer und Gerhard Feige, sowie der Kirchenpräsident der Evangelischen Landeskirche, Karsten Georg Wolkenhauer, mit. Den Geistlichen zufolge zeigt das Wahlergebnis eine große Unzufriedenheit in weiten Teilen der Bevölkerung. „Gleichzeitig stehen so viele Menschen einander selbstlos mit Rat und Tat und Zeit zur Verfügung; helfen, spenden, teilen, hören zu und stärken einander.“ Die Sorge gelte auch den von der AfD angekündigten Folgen, die das Wahlergebnis für Kultur und Bildung, Gemeinwesen und Ehrenamt, Diakonie, Caritas und Kirchen haben würden. „Wir Kirchen stehen auch nach der Wahl fest an der Seite jener, die mit wachsamem Blick auf die Politik der AfD schauen“, erklärte Bischof Kramer. Sein katholischer Amtskollege Feige appellierte an die AfD, die Verfassung von Sachsen-Anhalt und das Grundgesetz uneingeschränkt zu achten und die Würde aller Menschen zu wahren. „Wer Regierungsverantwortung übernehmen möchte, übernimmt die Verantwortung für alle Menschen in unserem Land.“ Auch die Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die Deutsche Bischofskonferenz und die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland meldeten sich in einer gemeinsamen Erklärung zu Wort und warben für eine Gesellschaft, die zusammenhalte: „Wir werden nicht wegsehen und wir werden nicht schweigen, wenn die Würde des Menschen verletzt, unsere Demokratie aufs Spiel gesetzt oder der Rechtsstaat ausgehöhlt wird.“
Kampagne „Taktisch Wählen“: Ziel erreicht, aber nicht in FeierlauneDie Kampagne „Taktisch Wählen 2026“ und die Kampagne „Strategisch Wählen!“ der Nichtregierungsorganisation Campact haben vor der Wahl in Sachsen-Anhalt dafür geworben, mit Zweitstimmen für SPD und Grüne den Einzug dieser beiden Parteien in den Landtag zu sichern. Das Ziel: eine Alleinregierung der AfD verhindern. „Wir haben versucht, eine Notbremse zu ziehen“, sagte ein Sprecher der Kampagne „Taktisch Wählen 2026“ der F.A.Z. nach der Wahl. Und damit hätten sie auch Erfolg gehabt.Nichtsdestotrotz sind die Kampagnenmacher nicht in Feierstimmung, denn die AfD hat nur knapp eine Mehrheit im Landtag verfehlt, und der Einzug des BSW macht die Koalitionsbildung schwierig. „Das ist eine bedrückende Situation für alle“, sagte der Sprecher der Kampagne der F.A.Z. Obwohl sie fürs „taktische Wählen“ geworben hätten, seien sie eigentlich keine Fans davon, taktisch zu wählen. Das sei eine Notbremse gewesen und kein langfristiger Lösungsansatz.
Innenminister Dobrindt (CSU) drängt auf ReformenNach Ansicht von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt muss die Union mit einem konsequenten Reformkurs im Bund auf den Sieg der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt reagieren. „Es kommt jetzt entscheidend auf die Union an“, sagte der CSU-Politiker auf dem Gillamoos-Volksfest im niederbayerischen Abensberg. Man dürfe das Land nicht denen überlassen, die „aus der Vergangenheit nichts gelernt haben aber für die Zukunft das Blaue vom Himmel versprechen“. Zudem brauche es Entlastung für Handwerker wie Selbstständige, die Energiekosten müssten endlich runter, so Dobrindt. Eine klare Absage erteilte er an all jene, die mit Rufen nach neuen Sozialleistungen oder mehr Umverteilung auf die aktuellen Herausforderungen im Land reagieren wollten. „Wir überlassen den Pessimisten nicht die Bühne, es braucht Optimismus, um die Herausforderungen zu bewältigen.“ Das friedliche Zusammenleben in Deutschland sei von außen und innen bedroht, außen durch russische Drohnen und innen durch „die ideologischen Tiefflieger Moskaus in unseren Parlamenten“.
Chrupalla: Wollen auch mit der CDU sprechenUlrich Siegmund, der AfD-Spitzenkandidat in Sachsen-Anhalt, hat nach dem Wahlerfolg seiner Partei seinen Regierungswillen betont. „Es ist ein ganz klarer Regierungsauftrag. Selbstverständlich nur unter der Maßgabe, dass wir uns selbst treu bleiben“, sagte Siegmund am Montag in der Bundespressekonferenz. Er wolle jedem die Hand reichen, das entspreche den demokratischen Werten, „die wir als AfD in uns tragen“. Dafür erwarte er, dass es einzelne Fraktionen oder einzelne Abgeordnete geben werde, „die mit uns diese Aufgabe stemmen wollen“. Bereits in der Nacht seien Gespräche dafür angestoßen worden. Der Ko-Parteivorsitzende der AfD Tino Chrupalla betonte, dass seine Partei in Sachsen-Anhalt auch mit den Christdemokraten reden möchte. „Wir sind gesprächsbereit auch in Richtung CDU“, sagte Chrupalla in einer Pressekonferenz. Allerdings wolle man keinen Zustand wie in Thüringen, wo ein Ministerpräsident von der Unterstützung mehrerer Parteien abhängig sei. AfD-Chefin Alice Weidel bedankte sich am Montag bei Siegmund für seinen Einsatz und betonte, es sei ein „historischer Wahlsieg“ für die AfD dank eines „professionellen Superwahlkampfs“. Sie betonte die hohe Wahlbeteiligung und Wählerwanderung in dem Bundesland. „Das alles ist gut für die Demokratie in Deutschland und in Sachsen-Anhalt“, sagte sie. Die CDU habe ein Debakel erlebt, das sich auch auf Bundesebene widerspiegelte. Weidel betonte zudem die Ambitionen ihrer Partei für die nächste Bundestagswahl. „Mein erklärtes Ziel ist, den Abstand deutlich in kürzester Zeit auszubauen und auf mindestens 40 Prozent anzuwachsen für die nächste Bundestagswahl“, sagt Weidel. Die CDU/CSU werde nie wieder eine Bundestagswahl gewinnen können. „Das sei Fakt“, sagte Weidel. Die Menschen wünschten sich einen Politikwechsel.
Verdi warnt vor Zusammenarbeit mit der AfDDer Vorsitzende der Gewerkschaft Verdi, Frank Werneke, hat die demokratischen Parteien vor einer Zusammenarbeit mit der AfD gewarnt. „Kein Demokrat darf den Faschisten zur Regierungsmacht verhelfen“, teilte Werneke mit. Der AfD-Wahlsieg sei „für alle demokratischen Kräfte in Deutschland ein bitteres und alarmierendes Ergebnis“.Insbesondere das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) stehe dabei in der Verantwortung, sich gegen eine Zusammenarbeit mit der AfD zu stellen, sagte Werneke. Das BSW dürfe nicht zum „Steigbügelhalter“ der AfD werden. Auch mögliche Unterstützer aus der CDU-Landtagsfraktion dürften sich nicht an einer solchen Zusammenarbeit beteiligen.Für das schlechte Wahlergebnis von Union und SPD machte Werneke die Politik der Bundesregierung verantwortlich. Er forderte deshalb einen Kurswechsel in der Wirtschafts- und Sozialpolitik. Sozialkürzungen verunsicherten die Menschen, spalteten die Gesellschaft und schwächten die Konjunktur, kritisierte der Verdi-Vorsitzende.
Ostbeauftragte: Regierung hat „verdammte Pflicht“, Probleme zu lösen Die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser (SPD), sieht im AfD-Erfolg bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt einen Handlungsauftrag für die Bundesregierung. Wer jetzt allein mit dem Finger auf den Osten zeige, habe nicht verstanden, was die tiefer liegenden Ursachen seien, erklärte Kaiser am Montag in Berlin. „In Ostdeutschland erleben wir bereits seit Längerem wie unter einem Brennglas, wie politisches Vertrauen und der Glaube an die Handlungsfähigkeit des Staates rasant verloren gegangen sind“, ergänzte sie. „Wir haben jetzt in der Bundesregierung die verdammte Pflicht zu zeigen, dass wir die Probleme, die die Menschen umtreiben, lösen“, sagte die Thüringerin. Das Ergebnis der Wahl in Sachsen-Anhalt bezeichnete sie als „eine Zäsur in der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte“. Dem vorläufigen Ergebnis zufolge erreichte die AfD bei der Wahl am Sonntag 43,8 Prozent der Stimmen. Sie ist damit die mit Abstand stärkste Kraft im Landtag in Magdeburg, verfehlte aber die absolute Mehrheit.Kaiser sagte, besonders bitter sei das Wahlergebnis für die Zivilgesellschaft und die Ehrenamtlichen, die täglich für die Demokratie kämpften. „Sie werden noch stärker unter Druck geraten“, vermutet die Ostbeauftragte. Umso mehr stehe man jetzt für diese Menschen in besonderer Verantwortung.
Ministerpräsident Schnieder (CDU): „Wir müssen bei uns selbst anfangen“ Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident und CDU-Chef Gordon Schnieder hat die Bundesregierung aufgefordert, klare Entscheidungen zu treffen und weniger zu streiten. „Wer regiert, trägt Verantwortung dafür, dass es am Ende funktioniert. Dass Probleme gelöst und Entscheidungen getroffen werden“, sagte Schnieder in Mainz. „Deutschland kann sich keinen politischen Dauerstreit leisten.“Mit Blick auf den Ausgang der Landtagswahlen sagte Schnieder: „Nicht die Menschen müssen unsere Politik besser verstehen – wir müssen liefern, was die Menschen von der Politik erwarten: weniger Streit, klare Entscheidungen und konkrete Ergebnisse.“Nach so einem Ergebnis dürfe die CDU nicht einfach zur Tagesordnung übergehen, betonte Schnieder. „Wenn die demokratische Mitte Vertrauen zurückgewinnen will, müssen wir bei uns selbst anfangen.“ Die große Koalition in Rheinland-Pfalz zeige, worauf es ankomme. „CDU und SPD haben Unterschiede nicht weggeredet. Aber wir haben uns entschieden, dass die Verantwortung für unser Land größer ist als parteipolitische Profilierung“, sagte der Regierungschef. „Wir ringen dort, wo es notwendig ist – aber wir einigen uns, damit das Land vorankommt.“ Und: „Genau diese Haltung erwarte ich auch im Bund.“
Söder: Sachsen-Anhalt ist „Denkzettelwahl“ für Berlin CSU-Chef Markus Söder hat der Bundesregierung Verantwortung für den Sieg der AfD in Sachsen-Anhalt gegeben. „Die Wahrheit ist natürlich, das ist eine Denkzettelwahl, die weniger mit Sachsen-Anhalt, sondern mehr mit Berlin zu tun hat“, sagte Söder am Montag im Bayerischen Rundfunk. „Deswegen muss klar sein, so kann es nicht weitergehen.“Der bayerische Ministerpräsident forderte die Regierung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auf, „einen deutlichen Zacken zuzulegen“. Es müsse Reformen geben, dies aber mit sozialer Verantwortung. „Die kleinen Leute“ müssten in den Reformen sichtbar sein, und die Reformen müssten „sozial ausbalanciert“ sein, forderte Söder. All dies müsse anders als bisher ohne den „Endlosstreit“ zwischen Union und SPD laufen.Das Ergebnis in Sachsen-Anhalt sei ein „Epochenbruch“, sagte der CSU-Chef weiter. Die CDU warnte er davor, nun auf Biegen und Brechen zu versuchen, weiter selbst die Regierung zu stellen. „Der Auftrag liegt eindeutig bei der AfD, die muss sich darum kümmern.“
Spaniens und Portugals Rechtspopulisten gratulieren AfDDie Vorsitzenden der rechtspopulistischen Parteien in Spanien und Portugal haben der AfD zum Wahlerfolg in Sachsen-Anhalt gratuliert. „Herzlichen Glückwunsch Alice Weidel und Ulrich Siegmund für dieses spektakuläre Ergebnis, das eine große Hoffnung für Deutschland und Europa darstellt“, schrieb der Vorsitzende der spanischen Partei Vox, Santiago Abascal, auf der Plattform X. Sein portugiesischer Kollege von der Partei Chega, André Ventura, schrieb ebenfalls auf X von einem „historischen Sieg“ der AfD. „Auch die Deutschen öffnen zunehmend die Augen gegenüber illegaler und unkontrollierter Einwanderung, Korruption und der Vereinnahmung unserer Freiheit und Identität. Herzlichen Glückwunsch!“, fügte er hinzu. Beide Politiker stellten ihrem Glückwunschtext jeweils ein Foto von sich mit AfD-Chefin Weidel zur Seite. Zwischen Vox und Chega einerseits und der AfD andererseits gibt es zwar inhaltliche Überschneidungen etwa in der harten Rhetorik gegen Migration, doch halten die beiden iberischen Parteien Abstand zu extremeren Positionen der AfD, um ihre eigene Regierungsfähigkeit und bürgerliche Akzeptanz auf nationaler Ebene nicht zu gefährden. Vox und Chega gehören im EU-Parlament der Fraktion Patrioten für Europa an, die AfD hingegen der noch weiter rechts stehenden Fraktion Europa der Souveränen Nationen.