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26.09.2026
02:36 Uhr
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Selenskyj: USA gibt grünes Licht für Patriot-Produktion +++ Putin zweifelt an Wiederaufnahme der Verhandlungen für ein Kriegsende +++ Putin: Russland bereitet sich „nicht auf irgendeine Art von Kampf mit Europa“ vor +++ alle Neuigkeiten im Liveblog

Selenskyj: USA gibt grünes Licht für Patriot-Produktion Die USA haben der Ukraine Präsident Wolodymyr Selenskyj zufolge grünes Licht für die Produktion von eigenen Patriot-Luftabwehrraketen gegeben. „Bei unserem letzten Treffen hat Präsident Trump mir gegenüber gesagt, dass er eine endgültige Entscheidung getroffen hat: Die Ukraine wird Lizenzen für die Herstellung von Patriot-Raketen erhalten“, sagte Selenskyj am Freitag in einer Sprachnachricht an Journalisten. Das Patriot-System spielt eine zentrale Rolle beim Schutz ukrainischer Städte und Infrastruktur insbesondere vor ballistischen Raketen aus Russland. Der Ukraine mangelt es sowohl an Patriot-Systemen als auch an Abwehrraketen. Der Iran-Krieg hat den weltweiten Mangel zuletzt noch verstärkt. Selenskyj sagte Mitte August, die Ukraine benötige fünf Prozent der Patriot-Bestände der USA, um angesichts der zunehmenden russischen Angriffe durch den bevorstehenden Winter zu kommen. Um alle von Moskaus Truppen abgefeuerten ballistischen Raketen zu zerstören, seien zehn Prozent der US-Lagerbestände nötig.Auch wenn Kiew nun die Lizenzen für die eigene Herstellung der Abwehrraketen erhalten sollte, würde der Aufbau der Produktionskapazitäten in der Ukraine nach Angaben Selenskyjs rund eineinhalb Jahre dauern. Parallel dazu arbeitet die Ukraine mit internationalen Partnern an einem eigenen Raketenabwehrsystem.
Putin zweifelt an Wiederaufnahme der Verhandlungen für ein KriegsendeKremlchef Wladimir Putin zweifelt an einer Wiederaufnahme von Verhandlungen für ein Ende des Ukrainekriegs. Ansätze, die auf eine „sogenannte Befriedung“ und einen Vorschlag zur Wiederaufnahme von Verhandlungen zielen, lägen auf dem Tisch, das sei alles möglich, sagte er bei einem Kulturforum in St. Petersburg. „Aber nach allem, was sie getan haben, werden wir noch gründlich nachdenken, was wir als Reaktion unternehmen müssen“, sagte Putin mit Blick auf ukrainische Gegenangriffe. Die Ukraine kritisierte er insbesondere wegen ihrer Angriffe auf Russland während der Parlamentswahl am vergangenen Wochenende. Russland sei gezwungen, darauf zu reagieren. Putin selbst hatte im Ende Februar 2022 die großangelegte Invasion in die Ukraine befohlen.
Putin: Russland bereitet sich „nicht auf irgendeine Art von Kampf mit Europa“ vor Russlands Präsident Wladimir Putin hat beteuert, dass sich sein Land „nicht auf irgendeine Art von Kampf mit Europa“ vorbereite. „Viele in Europa sagen, dass sie eine Aggression vonseiten der Russischen Föderation erwarten und dass sie sich deshalb selbst auf Kämpfe, auf einen Krieg mit Russland, vorbereiten müssen“, sagte Putin am Freitag vor Journalisten in St. Petersburg. Er wolle jedoch nochmals unterstreichen, dass Russland keine Vorbereitungen für eine solche Aggression treffe.Putin äußerte sich außerdem zu einer möglichen Wiederaufnahme der Gespräche mit der Ukraine. Die Vorschläge dazu „liegen alle auf dem Tisch, und es ist alles möglich“, sagte der Kreml-Chef. „Aber nach allem, was sie getan haben, werden wir sehr sorgfältig darüber nachdenken, welche Schritte wir als Antwort unternehmen müssen“, fügte er mit Blick auf die ukrainischen Angriffe auf russischem Territorium hinzu.
Mehrere Tote nach Angriff auf Bürogebäude in KiewDurch den Einschlag einer russischen Drohne in ein Bürogebäude in der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind nach Behördenangaben mindestens vier Menschen getötet worden. Weitere sieben seien verletzt worden, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko bei Telegram mit. Drei der Leichen wurden demnach auf einem Parkplatz vor dem Bürohaus gefunden. Ein Brand sei gelöscht worden.
Teenager bei Angriff auf Kiew getötet In Kiew hat eine russische Kampfdrohne nach ukrainischen Polizeiangaben am Morgen ein Hochhaus getroffen und einen 14 Jahre alten Jungen getötet. Mindestens sieben weitere Bewohner des Wohnblocks seien verletzt worden, teilte die Polizei der ukrainischen Hauptstadt auf Telegram mit. Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte die Angaben.
Moskau: Dreiertreffen könnte bald stattfindenEin Dreiertreffen zwischen den USA, Russland und der Ukraine könnte russischen Angaben zufolge bald stattfinden. Es gebe dazu jedoch noch keine Einzelheiten, sagt Kremlsprecher Dmitri Peskow. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte erklärt, dass ein solches Treffen auf technischer Ebene in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattfinden könnte. Peskow teilt zudem mit, dass der russische Sonderbeauftragte Kirill Dmitrijew Gespräche in den USA geführt habe. Dabei sei es vorwiegend um wirtschaftliche Themen gegangen. Dmitrijew traf sich am 24. September mit den US-Vertretern Steve Witkoff und Jared Kushner, wie eine mit dem Vorgang vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters sagt.
Selenskyj berichtet von Einigung mit USA auf Patriot-HerstellungDie USA gewähren der Ukraine nach Angaben von Staatschef Wolodymyr Selenskyj die Lizenzen zur Herstellung von Patriot-Luftabwehrraketen in der Ukraine. „Bei unserem letzten Treffen hat Präsident Trump mir gegenüber betont, dass er eine endgültige Entscheidung getroffen hat. Die Ukraine wird Lizenzen für die Herstellung von Patriot-Raketen erhalten“, sagte Selenskyj am Freitag in einer Sprachnachricht an Journalisten.Selenskyj und US-Präsident Donald Trump hatten sich am Dienstag am Rande der UN-Generaldebatte in New York getroffen. Der US-Präsident hatte Anfang Juli angekündigt, die USA würden der Ukraine „das Recht geben, Patriots herzustellen“. Später äußerte er sich jedoch deutlich zurückhaltender. Ende Juli sagte er mit Blick auf die Luftabwehrraketen, die USA müssten „sehr vorsichtig sein, wenn wir jemandem erlauben, sie zu bauen“.
Russland greift Ukraine mit Drohnen anDie russischen Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau mehrere Ziele in der Ukraine angegriffen. Die Armee habe in der Nacht ukrainische Rüstungsbetriebe, Logistikzentren und Schiffe mit Drohnen attackiert, teilt das Ministerium mit. Getroffen worden seien unter anderen ein Montage- und Lagerplatz für Drohnen in der Region Kiew, Logistikzentren in der Region Odessa sowie die Hafeninfrastruktur in Reni. Einem Reporter der Nachrichtenagentur Reuters zufolge war nahe dem Zentrum der ukrainischen Hauptstadt Kiew eine Explosion zu hören. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums ist zudem ein Frachtschiff mit Militärgütern auf dem Weg nach Odessa getroffen worden.
Ukraine greift Ölraffinerie 1500 Kilometer von der Grenze anBei ukrainischen Drohnenangriffen auf mehrere russische Regionen sind Behördenangaben zufolge mindestens ein Mensch getötet und zahlreiche weitere verletzt worden. Die ukrainischen Streitkräfte haben in der Nacht auf Freitag eine russische Ölraffinerie, die etwa 1500 Kilometer von der ukrainisch-russischen Grenze entfernt liegt, angegriffen. Die in Brand gesetzte Ölraffinerie liegt in Perm. Ebenso haben sie Berichten zufolge eine Fabrik für elektronische Bauteile attackiert. Die Fabrik, die Komponenten für Kommunikations- und Funktechnik herstellt, befindet sich in der Stadt Uljanowsk. Das berichtete die ukrainische Nachrichtenseite „The Kyiv Indepedent“ unter Berufung auf Augenzeugenberichte des Telegram-Kanals Exilenova Plus. Nach Angaben des Gouverneurs Alexej Russkich wurden bei dem Angriff acht Menschen verletzt, darunter ein Kind. In der Region Rostow beschädigte ein Angriff die Ölraffinerie Nowoschachtinsk, die ihren Betrieb vorübergehend einstellen musste, wie Gouverneur Juri Sljusar mitteilte. Dort habe die Luftabwehr in der Nacht etwa 50 Drohnen abgefangen.Auch wurde eine Kautschuk-Fabrik in Woronesch getroffen und beschädigt. In der Region wurden vier Personen verletzt; die russische Flugabwehr zerstörte 88 Drohnen, berichtete Gouverneur Alexander Gussew. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Macron weist Bericht über CIA-Warnung zurück und warnt vor russischen AngriffenIn einem Fernsehinterview warnte Macron vor möglichen russischen Angriffen auf französischem Boden. Russland verstärke seine feindseligen Akte gegen europäische Länder, um den Kontinent einzuschüchtern und die Entschlossenheit bei der Unterstützung der Ukraine zu brechen. Frankreich könnte mit ähnlichen Angriffen konfrontiert werden wie beim vereitelten Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig im August, für den Deutschland Russland verantwortlich macht.Einen Bericht der spanischen Zeitung „El Mundo“, wonach der US-Geheimdienst CIA europäische Regierungen vor möglichen Drohnenangriffen aus dem Mittelmeerraum gewarnt habe, wies Macron zurück. Die CIA habe die französischen Dienste nicht informiert.
Messerangriff in Polen: Tatverdächtiger wohl aus Deutschland eingereistDer nach dem tödlichen Messerangriff in einem Kloster im polnischen Jarosław festgenommene Ukrainer ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft aus Deutschland nach Polen eingereist. Der 31 Jahre alte Mann sei in der Nacht zum Donnerstag aus deutschem Staatsgebiet gekommen und auf dem Weg zu einem nahe gelegenen Grenzübergang zur Ukraine gewesen, sagte Staatsanwältin Bozena Harasz-Woloszyn laut polnischen Medien. Die Grenze habe er dann jedoch nicht überquert. Stattdessen sei der Mann zu der Benediktinerinnenabtei gegangen, wo er einen Mann getötet und vier weitere Menschen verletzt haben soll.
EU setzt russische Journalistin Fedorova auf die SanktionslisteDie Europäische Union hat die ehemalige Chefredakteurin des russischen Staatssenders RT in Frankreich, Xenia Fedorova, auf die Sanktionsliste gesetzt. Fedorova unterstütze bei ihren fortlaufenden Medienauftritten die Politik der russischen Regierung, die die „Demokratie und die Stabilität in der Union“ gefährde und bedrohe, heißt es in der Begründung des Rats der EU-Länder. Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot sprach in diesem Zusammenhang am Donnerstag im Onlinedienst X von „feindlichen Manövern gegen unsere Demokratie“.
Geheimdienst sieht Spanien, Frankreich und Italien als mögliche Zielländer Laut einer Recherche der spanischen Zeitung „El Mundo“ hat der US-Geheimdienst CIA europäische Regierungen vor russischen Drohnenangriffen gewarnt. Dabei geht es nicht nur um Angriffe auf osteuropäische Länder, sondern auch auf Staaten am Mittelmeer, die die Ukraine im russischen Angriffskrieg unterstützen: Dem Bericht zufolge deuten die Warnungen auf Spanien, Frankreich und Italien als mögliche Zielländer der Drohnenangriffe hin. Eine Quelle aus dem litauischen Verteidigungsministerium gab laut „El Mundo“ an, dass eine russische Drohne für die Angriffe genützt werden könne, die bis zu 600 Kilometer weit fliegen und eine Sprengladung tragen kann. Die Drohnen könnten dem Bericht zufolge von Handelsschiffen im Mittelmeer aus starten und Ziele im Landesinneren anfliegen. Der US-Geheimdienst soll schon länger Informationen zu den Kreml-Plänen gesammelt und nun unter anderem die Regierungen in Madrid, Paris und Rom darüber informiert haben. Der Drohnenvorfall in Leipzig wird als Wendepunkt der Strategie Moskaus gegen europäische Verbündete der Ukraine gesehen. Der CIA-Direktor John Ratcliffe ist Ende August nach Moskau gereist, um vor Angriffen auf europäische Verbündete zu warnen.
Ukrainer nach Messerangriff in Polen festgenommen Bei einem Messerangriff in einem Kloster in Südostpolen ist am Donnerstag ein Mann getötet worden. Vier weitere Personen seien schwer verletzt worden, teilte die Polizei mit. Die Beamten nahmen einen 31 Jahre alten ukrainischen Staatsbürger als mutmaßlichen Täter fest. Er soll vor Beginn des Gottesdienstes in dem Benediktinerinnen-Kloster in Jarosław eine Frau und vier Männer mit einem Messer attackiert haben. Die Verletzten seien umgehend in Krankenhäuser gebracht und zum Teil notoperiert worden.Der Staatsanwaltschaft der Woiwodschaft Karpatenvorland zufolge überlebte einer der Verletzten, ein Priester, den Angriff nicht. Er sei im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen. Bei der Tatwaffe soll es sich um ein Küchenmesser handeln. Über den Tathergang und das Motiv des Tatverdächtigen gab die Behörde keine Auskunft. Das Kloster liegt nur wenige Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt und unterstützt seit vielen Jahren Kriegsflüchtlinge aus dem Nachbarland.Der Angriff fällt in eine Zeit zunehmender Spannungen zwischen Polen und Ukrainern. War die Hilfsbereitschaft in Polen unmittelbar nach dem russischen Überfall sehr groß, hat sich das Verhältnis inzwischen abgekühlt. In den vergangenen Wochen waren zudem Dutzende Ukrainer in mehreren Städten Polens Opfer von Übergriffen polnischer Staatsbürger geworden.Nationalkonservative Politiker wie Polens Präsident Karol Nawrocki hatten wiederholt Respekt von der Ukraine verlangt. Der rechtsextreme Politiker Grzegorz Braun verlangte am Donnerstag, eine vermeintliche „Ukrainisierung Polens“ zu stoppen. PiS-Parteichef Jarosław Kaczyński forderte, den Vorfall genauestens zu untersuchen. „Die Sicherheit der Menschen in Polen muss absolute Priorität des Staates haben“, schrieb er auf der Plattform X.