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07.09.2026
14:12 Uhr
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Kushner und Witkoff aus Kiew abgereist +++ Russland offen für Wiederaufnahme gemeinsamer Gespräche mit Ukraine und USA +++ Unterredungen „sehr substanziell“ +++ alle Neuigkeiten im Liveblog

Selenskyj hofft auf Verhandlungen noch vor dem Winter Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sieht nach der jüngsten Reise der US-Vermittler nach Moskau und Kiew ein mögliches Fenster für Friedensverhandlungen noch vor dem Winter. Zwar rechne Kremlchef Wladimir Putin mit einem neuen brutalen Winter, um die Ukraine zu schwächen, doch wolle der russische Staatschef US-Präsident Donald Trump nicht vor den Zwischenwahlen Anfang November verärgern, sagte Selenskyj im Interview mit dem US-Nachrichtenportal Axios. „Mein Gefühl sagt mir, dass Putin Trump braucht, er will ihn nicht verärgern.“ Er gehe davon aus, dass Moskau den Winter nutzen wolle, um die Ukraine weiter unter Druck zu setzen. „Russland denkt wirklich, dass ihnen dieser Winter helfen könnte, uns niederzuringen“, sagte Selenskyj. Damit solle Kiew gezwungen werden, mehr Bereitschaft zu Kompromissen zu zeigen. Er warnte, dass auch die Ukraine wirtschaftlichen Druck auf Russland ausüben könne: „Als sie unsere Stromversorgung angriffen, haben wir ihre Möglichkeiten zum Verkauf von Öl und Gas blockiert.“Allerdings wolle die Ukraine den diplomatischen Verhandlungsprozess neu starten. „Wir haben den September und Oktober, um zu reden“, sagte Selenskyj. „Ohne Dialog kann es kein Ergebnis geben.“ Er gehe davon aus, dass Trump einen Weg finden werde, um den Verhandlungsprozess noch vor dem Winter zu starten.
Finnland errichtet 200 Kilometer langen Zaun an Grenze zu Russland Zur Abschreckung von illegalen Migranten aus Russland hat Finnland einen 200 Kilometer langen Zaun an der gemeinsamen Grenze errichtet. Dieser sei Bestandteil der Grenzsicherung und solle neben einer Überwachung auch dabei helfen, „Menschen bei Bedarf vom finnischen Hoheitsgebiet fernzuhalten“, sagte Innenministerin Mari Rantanen am Montag bei einer Veranstaltung nahe des Grenzübergangs Nuijamaa im Südosten des Landes. Der Stacheldrahtzaun ist 4,5 Meter hoch und mit Kameras und Sensoren ausgestattet.Finnland hatte im Dezember 2023 die Grenze zu Russland komplett geschlossen, nachdem mehr als 1300 Migranten ohne Visa versucht hatten, ins Land zu kommen. Helsinki warf Moskau vor, die Menschen als Teil einer „hybriden Kriegsführung“ gezielt an die Grenze geführt zu haben. Der Kreml wies die Anschuldigung zurück.
Ukraine-Kontaktgruppe berät am Dienstag Die Unterstützer der Ukraine halten am Dienstagnachmittag eine virtuelle Sitzung ab. An den Beratungen nehmen unter anderen Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD), sein britischer Kollege Wes Streeting, der neue ukrainische Verteidigungsminister Jewhenij Chmara sowie Nato-Generalsekretär Mark Rutte und der US-Verteidigungsstaatssekretär Elbridge Colby teil. Es handelt sich um die 36. Sitzung der Ukraine Defence Contact Group. Die Ukraine-Kontaktgruppe war nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine erstmals im April 2022 auf Einladung der USA auf deren Luftwaffenstützpunkt im rheinland-pfälzischen Ramstein zusammengekommen. Seitdem trägt das Format als Koordinierungsstelle maßgeblich zur militärischen Unterstützung der Ukraine im Verteidigungskrieg gegen Russland bei. Dabei beteiligen sich auch Länder außerhalb der Nato. Im April vergangenen Jahres übernahmen Deutschland und Großbritannien gemeinsam die Leitung des Gremiums.
Kreml schließt Wiederaufnahme von Gesprächen nicht ausNach dem Besuch der US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner hat Russland sich offen gezeigt für eine Wiederaufnahme gemeinsamer Gespräche mit der Ukraine und den USA. „Auch wir schließen eine Wiederaufnahme des trilateralen Formats nicht aus“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Montag. Es sei aber noch zu früh, um über einen möglichen Ort oder genaue Termine für solche Treffen zu sprechen. Er dankte den US-Unterhändlern für ihre jüngste Initiative.
Zwei Tote nach Angriffen auf der Halbinsel KrimAuf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim sind bei ukrainischen Angriffen zwei Menschen getötet worden. Das berichtet der von Moskau eingesetzte Gouverneur der Stadt Sewastopol, Michail Raswoschajew. Bei den Toten soll es sich um einen Mann und eine Teenagerin handeln. Acht mehrstöckige Wohnhäuser wurden demnach beschädigt.Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte die Angriffe auf Ziele in Russland. Dabei sei eine Raffinerie im Gebiet Rjasan beschädigt worden. Demnach wurden auch Raffinerien in der Region Perm und der Republik Tatarstan anvisiert. Zudem seien Ziele im Gebiet Kursk und im Schwarzen Meer angegriffen worden.
Russland meldet zwei Tote bei ukrainischen Drohnenangriffen In Russland sind bei ukrainischen Drohnenangriffen nach Angaben der Behörden zwei Menschen getötet worden. Ein Todesopfer habe es in der Region Perm gegeben, teilt der Gouverneur der Region, Dmitri Machonin, mit. Vier weitere Menschen seien dort verletzt worden, als ein Wohngebäude bei dem Angriff beschädigt worden sei. Die örtliche Luftabwehr habe 27 Drohnen abgeschossen. Perm liegt am Rande des Uralgebirges im Osten des europäischen Teils Russlands. In der an die Ukraine grenzenden Region Belgorod sei zudem ein Mensch getötet und ein weiterer verletzt worden, teilen die örtlichen Behörden mit. Das russische Militär griff im Gegenzug nach eigenen Angaben erneut ukrainische Häfen an. Ein Schiff im Hafen von Tschornomorsk sei am Sonntagabend getroffen worden, meldet die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau. Das Schiff habe Militärgüter an Bord gehabt. Zudem seien am Montagmorgen Verladeanlagen im Hafen von Ismajil attackiert worden.
Kushner und Witkoff aus Kiew abgereist Nach ihren Gesprächen mit Präsident Wolodymyr Selenskyj haben die beiden US-Gesandten die ukrainische Hauptstadt verlassen. „Wir haben den Sonderzug von Steve Witkoff und Jared Kushner verabschiedet“, erklärte die ukrainische Eisenbahngesellschaft in der Nacht auf Telegram. Nach Angaben aus ukrainischen Präsidentschaftskreisen legten die beiden Sondergesandten von US-Präsident Donald Trump neue, „effektivere“ Vorschläge für eine Beendigung des russischen Angriffskrieges vor.Bei einer Pressekonferenz hatte Witkoff zuvor Zugeständnisse von beiden Kriegsparteien gefordert. „Beide Parteien müssen Kompromisse eingehen und die Meinungsverschiedenheiten abbauen“, sagte der US-Sondergesandte und fügte hinzu: „Wir denken, über die notwendigen Elemente“ für einen Kompromiss zu verfügen. Zuvor hatte er von einer „sehr bedeutsamen, substanziellen und wichtigen Diskussion“ gesprochen, die solange fortgesetzt werde „wie es nötig ist“.Kushner fügte hinzu: „Hoffentlich hat diese Reise neue Wege aufgezeigt, wie wir vorankommen können. Ich denke, wir haben viel aus dieser Reise gelernt.“An einigen der Gesprächsrunden in Kiew nahmen auch Vertreter aus Berlin, Paris und London teil. Deutschland wurde durch den Sicherheitsberater von Bundeskanzler Friedrich Merz, Günter Sautter, vertreten.
Selenskyj: Gespräche über Sicherheits- und Wirtschaftsgarantien geführtDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnet die Gespräche mit den US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner als „sehr substanziell“. Dabei sei es unter anderem um Sicherheits- und Wirtschaftsgarantien für die Ukraine, einen Aufbauplan, die Lieferung von Flugabwehrraketen sowie ein Winterhilfspaket gegangen, sagt Selenskyj vor Journalisten. Über die Aussichten auf einen baldigen Frieden äußerte er sich wenig optimistisch: „Sollte sich der Krieg bis zum Winter ziehen, und danach sieht es aktuell aus, brauchen wir ein Winterpaket“, sagte Selenskyj nach Angaben ukrainischer Medien. Darüber habe er länger mit den US-Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner sowie den Vertretern Europas gesprochen.„Wir haben vereinbart, dass sich die Ukraine, Europa und Amerika in Kürze treffen werden“, sagte Selenskyj nach den Verhandlungen in Kiew, an denen sich auch die Sicherheitsberater der Staats- und Regierungschefs aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien beteiligt hatten. Einen konkreten Termin nannte Selenskyj nicht. Er hoffe, dass die US-Delegation bald nach Kiew zurückkehre. Zudem müsse alles getan werden, damit trilaterale Treffen mit den USA und Russland zustande kämen. Man müsse abwarten, was die Regierung in Moskau dazu sage. Amerikaner und Europäer hätten festgestellt, dass die Ukraine stärker geworden sei. Selenskyj bekräftigte zu guter Letzt die Ansicht, dass zur Lösung der wichtigsten Fragen im Ukraine-Konflikt, wie etwa der territorialen Aufteilung, ein Treffen auf höchster Ebene nötig sei. Putin hat bisher ein direktes Treffen mit Selenskyj an einem neutralen Ort kategorisch abgelehnt. Stattdessen forderte er Selenskyj auf, zu Gesprächen nach Moskau zu kommen. Dies wiederum lehnte der ukrainische Staatschef ab.Trumps Schwiegersohn Kushner sprach sich für die Wiederaufnahme trilateraler Gespräche der Ukraine und Russlands unter US-Vermittlung aus. „Hoffentlich sehen wir da sehr bald Fortschritte“, wurde er von CNN mit Blick auf die jüngsten Gespräche in Kiew und Moskau zitiert. Witkoff forderte: „Beide Parteien müssen Kompromisse eingehen und die Meinungsverschiedenheiten abbauen“.
Russland meldet Angriff auf ukrainischen FrachterRussland hat nach eigenen Angaben einen ukrainischen Frachter im Schwarzen Meer angegriffen. Das Schiff habe Militärausrüstung an Bord gehabt, die von westlichen Staaten für die ukrainische Armee bestimmt gewesen sei, melden russische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau.
Witkoff nennt erste Gesprächsrunde „ermutigend\"Die erste Gesprächsrunde zwischen den US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner und der Ukraine ist beendet. „Wir haben eine sehr bedeutsame, substanzielle und wichtige Diskussion geführt, und wir sind sehr ermutigt und freuen uns darauf, dies so lange fortzusetzen, wie es nötig ist“, sagte Witkoff am Sonntag nach den Gesprächen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und dessen Team in Kiew.Der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, sagte in der ukrainischen Hauptstadt, er hoffe, dass die Gespräche „neue Wege“ zum Voranbringen eines Friedens eröffnen würden. Trump strebt nach den Worten Kushners einen dauerhaften Frieden für die Ukraine an. Alle künftigen Vereinbarungen sollten die Möglichkeiten eines weiteren Kriegs ausschließen. Sie sollten der Ukraine die Gelegenheit geben, den während der Kriegsjahre bewiesenen Einfallsreichtum für die weitere Entwicklung des Landes einzusetzen, sagte Kushner nach Angaben der ukrainischen Agentur Unian am Rande der Unterredungen in Kiew. Witkoff und Kushner waren am Sonntag zum ersten Mal seit Beginn von Trumps zweiter Amtszeit nach Kiew gereist. Zuvor hatten sie in der russischen Hauptstadt Moskau Kreml-Chef Wladimir Putin getroffen. Dort waren die beiden Geschäftsleute bereits mehrfach zu Gesprächen über ein Ende des 2022 von Russland begonnenen Krieges.
Europäische Sicherheitsberater auch in Gesprächen mit Kushner und WitkoffAn den Gesprächen der US-Sondergesandten Jared Kushner und Steve Witkoff in Kiew zur Beendigung des Ukraine-Kriegs werden nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj teilweise auch europäische Sicherheitsberater teilnehmen. „Wir erwarten eine Gesprächsrunde (mit den US-Gesandten) und dann wird eine weitere mit den europäischen nationalen Sicherheitsberatern folgen“, sagte Selenskyj am Sonntag in Kiew. Er sprach von „mehreren wichtigen Gesprächsrunden“.
Selenskyj, Witkoff und Kushner haben Gespräche begonnenDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in Kiew sein Gespräch mit den US-Vermittlern Steve Witkoff und Jared Kushner begonnen. Das teilte Selenskyj auf dem Portal X mit. Ein kurzes Video zeigte, wie er die US-Unterhändler auf dem Platz vor der mittelalterlichen Sophienkathedrale begrüßt.
Lawrow nach Leipzig-Anschlag: Im Großen und Ganzen Beginn eines echten KriegesDer russische Außenminister Sergej Lawrow hat den Ton gegenüber Deutschland weiter verschärft. Die gegen Moskau erhobenen Anschuldigungen, Russland sei für den Drohnenangriff auf dem Flughafen Leipzig verantwortlich, seien „im Großen und Ganzen der Beginn eines echten Krieges“, sagte Lawrow am Sonntag laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tass. „All diese Aussagen von Merz, Deutschland wieder zur führenden Militärmacht in Europa zu machen – sie werden nun in die Tat umgesetzt. Er erklärt uns faktisch den Krieg.“Die deutsche Regierung hatte am 1. September nach Untersuchungen Russland für den versuchten Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig/Halle am 4. August verantwortlich gemacht. Damals war unter anderem eine mit Sprengstoff gefüllte Drohne neben einem ukrainischen Frachtflugzeug gefunden worden. Die Bundesregierung ordnete danach unter anderem die Schließung des letzten verbliebenen russischen Generalkonsulats in Deutschland und eines russischen Kulturzentrums in Berlin an.Bundeskanzler Friedrich Merz betonte am Samstag mit Blick auf die russische Verantwortung: „Die Zuordnung ist sehr klar, unbestreitbar, auch gerichtsfest.“ Die Bundesregierung habe sich vier Wochen für die Prüfung Zeit genommen. Die russische Regierung wies die deutschen Anschuldigungen dagegen als haltlos zurück und beschuldigte Berlin, Beweise gefälscht zu haben.Man habe nun mit „einer sehr klaren Warnung an Russland“ die richtigen Konsequenzen gezogen, hatte Merz bei einer Veranstaltung in Hannover-Langenhagen gesagt. „Jeder, der uns angreift, muss wissen: Wir sind fest entschlossen, unseren Rechtsstaat, unsere Demokratie, unsere offene Gesellschaft, auch die Integrität unseres Territoriums zu verteidigen.“
Auch Sicherheitsberater Großbritanniens, Frankreichs und Deutschlands in Kiew Nach Angaben aus Kiew befinden sich auch die nationalen Sicherheitsberater Großbritanniens, Frankreichs und Deutschlands (E3-Format) in der ukrainischen Hauptstadt. Anlass seien die Gespräche zwischen der ukrainischen Führung und den US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner, hieß es. An welchen Gesprächen etwa der außen- und sicherheitspolitische Berater des Kanzlers, Günter Sautter, teilnimmt, wurde nicht genannt.