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12.03.2026
04:36 Uhr
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Angriff auf Treibstofflager in Bahrain +++ Iranischer Drohnenangriff in Dubai +++ Bericht: Irankrieg kostet USA in den ersten sechs Tagen elf Milliarden Dollar +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Medien: Iran und Hizbullah koordinieren Angriffe auf IsraelKnapp zwei Wochen nach Beginn des Irankriegs zeichnet sich laut lokalen Medien eine engere Koordination der Angriffe aus Iran und seitens der libanesischen Hizbullah-Miliz im Libanon auf Israel ab. Der Beschuss durch Raketen, Marschflugkörper und Drohnen erfolge zunehmend abgestimmt, um Israels Abwehr zu belasten, heißt es in mehreren Berichten aus der Region.So habe Teheran seit Mitternacht vier Raketenangriffe auf Israel gestartet, schreibt die libanesische Tageszeitung „L'Orient Le Jour“. Die iranischen Streitkräfte meldeten außerdem einen Angriff mit Kampfdrohnen auf militärische Ziele in Israel. Attackiert worden seien die Luftwaffenbasis Palmachim und der Militärflugplatz Ovda, hieß es in einer vom staatlichen iranischen Rundfunk verbreiteten Erklärung. Ein weiteres Ziel sei das Hauptquartier des Inlandsgeheimdienstes Schin Bet gewesen.Gleichzeitig lag der Norden Israels unter starkem Beschuss aus Libanon; rund 200 Raketenstarts seien von dort aus in Richtung Süden registriert worden, berichten israelische Medien. Am Donnerstagmorgen gingen nahe Jerusalem Trümmerteile einer iranischen Drohne nieder, meldete die Zeitung „Haaretz“. Israel antwortete seinerseits mit Angriffen auf Libanon, bei denen mindstens fünf Personen getötet wurden. Die Menschen in Libanon erlebten eine „Nacht des Schreckens\", so „L'Orient Le Jour“.
Irantreue Milizen melden Angriff im NordirakIm Irak haben mit Iran verbündete Milizen einen amerikanisch-israelischen Luftangriff im Westen des Landes gemeldet. Dabei habe es Opfer unter den Kämpfern der Milizen gegeben. Örtlichen Medienberichten zufolge wurden 27 Mitglieder der sogenannten Volksmobilisierungskräfte (PMF) in der irakischen Provinz Anbar getötet und mehr als 60 verletzt. Das Hauptquartier der Miliz in der Gegend nahe der Grenze zu Syrien sowie mehrere Fahrzeuge seien zerstört worden, hieß es. Die Angaben konnten nicht unabhängig geprüft werden. Die irakische Regierung in Bagdad sowie die USA und Israel äußerten sich nicht dazu.Im Zuge des Irankriegs kam es zuletzt auch im benachbarten Irak zu iranischen Angriffen. Jüngst verübten Iran und proiranische Milizen im Irak Angriffe auf die Kurdenregion im Norden des Landes. Der Gouverneur von Erbil, Umid Kuschnau, sprach am Donnerstagmorgen von mindestens 17 iranischen Drohnenangriffen innerhalb von 24 Stunden in der autonomen Kurdenregion. Die meisten Drohnen seien von Truppen des internationalen Militärbündnisses abgefangen worden. Einige Drohnen seien außerhalb der Stadt in freiem Gelände niedergegangen. Erbil ist Sitz der Regierung der Autonomen Region Kurdistan im Irak; dort befindet sich ein multinational genutzter Stützpunkt, auf dem Soldaten der USA und auch der Bundeswehr stationiert sind.
Die Republikaner werden nervös Unter den Republikanern im Kongress macht sich wegen der steigenden Benzinpreise Nervosität breit. Acht Monate vor den Zwischenwahlen befürchten sie einen Denkzettel der Wähler. US-Präsident Trump hat es in den vergangenen Tagen vermieden, auf Kritik einzugehen.
Schweiz schließt Botschaft in Teheran Die Schweiz schließt ihre Botschaft in Teheran nach eigenen Angaben wegen eines „steigenden Sicherheitsrisikos“ vorübergehend. Die Schweiz vertritt dort seit Jahrzehnten auch die Interessen Washingtons. Die US-Regierung respektiere die Entscheidung und sei der Botschaft und den Mitarbeitern zu tiefem Dank verpflichtet, erklärte die US-Vertretung in Bern. Deren Arbeit „bleibt für den Schutz von US-Interessen und die Unterstützung unserer Staatsbürger entscheidend“.Die Regierung in Bern wiederum erklärte, in Absprache mit den betroffenen Ländern halte die Schweiz den Kommunikationskanal zwischen den USA und Iran weiterhin offen. Der Botschafter in Teheran und fünf Mitarbeiter hätten das Land am Mittwoch auf dem Landweg verlassen und befänden sich in Sicherheit. „Sobald es die Lage erlaubt, werden die Mitarbeitenden nach Teheran zurückkehren“, hieß es.Vor etwa einer Woche hatte die Regierung erklärt, an der Botschaft seien aktuell sechs Schweizer und 18 lokale Mitarbeiter im Einsatz. Vier Schweizer hatten das Land bereits am 3. März verlassen.
Wadephul in Riad vor Rückflug von Golf-Reise zunächst aufgehalten Außenminister Johann Wadephul ist auf dem Rückweg von seiner Krisenreise an den Persischen Golf zeitweise ausgebremst worden. Zunächst hatte der Flugkapitän des Bundeswehr-Transportflugzeugs vom Typ A400M der Delegation von Wadephul kurz vor dem geplanten Start in der saudischen Hauptstadt Riad gegen 6.30 Uhr Ortszeit (4.30 Uhr MEZ) ein technisches Problem gemeldet.Nachdem dies nach knapp 15 Minuten gelöst war, blieb das Flugzeug dennoch mit laufenden Motoren auf dem Rollfeld stehen. Der Flugkapitän teilte kurz vor 7 Uhr mit, dass der Flughafen aktuell gesperrt sei. Über die Gründe für die Sperrung wurde zunächst nichts gesagt. Rund 70 Minuten nach dem ursprünglich geplanten Abflug gab es dann aber doch die Startfreigabe.Wadephul wollte am frühen Morgen von Riad zum Abschluss seiner Krisenreise nach Nahost und in die Golfregion wegen des Irankriegs in die Türkei fliegen. In der Hauptstadt Ankara war ein Treffen mit seinem Kollegen Hakan Fidan geplant. Der Minister hatte am Montag das EU-Mitglied Zypern besucht. Anschließend reiste er für politische Gespräche nach Israel, Saudi-Arabien, in die Vereinigten Arabischen Emirate und in das Golf-Emirat Qatar. Iran setzte in der Nacht zum Donnerstag seine Angriffe mit Raketen und Drohnen auf die Nachbarstaaten fort.
Saudi-arabische Armee fängt Drohne nahe Botschaftsviertel von Riad abDie saudi-arabische Armee hat nach Angaben des Verteidigungsministeriums des Landes eine Drohne nahe des Botschaftsviertels der Hauptstadt Riad abgefangen. „Eine feindliche Drohne wurde abgeschossen, als sie versuchte, sich dem Botschaftsviertel zu nähern“, erklärte ein Sprecher des saudi-arabischen Verteidigungsministeriums am Donnerstag im Onlinedienst X. Zuvor hatte er mitgeteilt, die Armee habe eine Drohne abgefangen, die auf dem Weg zu dem Ölfeld Schaybah im Südosten des Landes gewesen sei.
Angriff auf Treibstofflager in Flughafennähe in BahrainIran hat nach Angaben örtlicher Behörden Treibstofflager in Bahrain angegriffen. Der Angriff erfolgte dem Innenministerium zufolge im Bezirk Muharraq – dort liegt auch der internationale Flughafen des Inselstaats. Das Ministerium erklärte auf der Plattform X, die zuständigen Behörden unternähmen nach dem Angriff die nötigen Schritte. Es wurden keine weiteren Details mitgeteilt. Damit blieb zunächst unklar, ob es sich bei den betroffenen Treibstofflagern um die Kerosindepots des Flughafens am Rande der Hauptstadt Manama oder eine andere Einrichtung handelte. In einem weiteren X-Post erklärte das Ministerium, die Alarmsirenen seien aktiviert. Die Bewohner des Inselstaats im Persischen Golf wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu begeben.
Iran greift Gebäude in Dubai mit Drohne anDie iranischen Streitkräfte haben dem iranischen Staatsfernsehen zufolge ein Gebäude in Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten mit einer Drohne angegriffen. In dem Gebäude, das „ein Unterschlupf für amerikanische Soldaten war, die Iran angegriffen haben“, sei ein Feuer ausgebrochen, teilte der iranische Sender Irib im Onlinedienst Telegram mit.Die emiratischen Behörden erklärten, der Brand sei „vollständig unter Kontrolle“ gebracht worden. Es sei niemand verletzt worden. Zuvor hatten die Behörden den Absturz einer Drohne auf ein Gebäude in der Nähe des Wohnviertels Dubai Creek Harbour gemeldet.
Israel greift Kommandozentralen der Hizbullah in Libanon anDie israelischen Streitkräfte haben bei einer heftigen Angriffswelle auf Libanon nach eigenen Angaben Dutzende Stellungen der proiranischen Hizbullah zerstört. Innerhalb von 30 Minuten habe die Luftwaffe in den Vororten der Hauptstadt Beirut zehn Ziele angegriffen, darunter ein Hauptquartier des Hizbullah-Geheimdienstes, die Zentrale der Eliteeinheit Radwan und weitere Kommandozentralen, teilte das israelische Militär mit. Demnach griffen die Streitkräfte auch zahlreiche Raketenabschussrampen und Dutzende Hizbullah-Kämpfer an, die den Angaben zufolge Attacken auf Israel vorbereiteten. Nach Hinweisen von israelischen Bodentruppen nahm die Luftwaffe darüber hinaus über 20 Ziele in verschiedenen Teilen Libanons unter Beschuss, wie es in der Mitteilung weiter hieß. Zuvor hatte die Hizbullah den Norden Israels mit Raketen angegriffen.
Explosion an US-Botschaft in Oslo: Polizei nimmt drei Brüder festNach einer Explosion an der US-Botschaft in Norwegens Hauptstadt Oslo am Wochenende hat die norwegische Polizei drei Brüder wegen des Verdachts eines „terroristischen Bombenanschlags“ festgenommen. Die Ermittler gingen davon aus, dass einer der Brüder einen Sprengsatz vor der Botschaft platziert habe und die anderen beiden an der Tat beteiligt gewesen seien, sagte der Staatsanwalt Christian Hatlo bei einer Pressekonferenz am Mittwoch.Die drei Norweger in ihren Zwanzigern wurden Hatlo zufolge in Oslo festgenommen. Die Polizei untersuche noch das Motiv der mutmaßlichen Täter. Eine der Hypothesen sei, dass die Männer im „Auftrag eines Staates“ gehandelt hätten. „Das ist angesichts des Ziels – der US-Botschaft – und der heutigen weltweiten Sicherheitslage durchaus naheliegend“, sagte Hatlo.
Ein Toter bei Angriff auf Öltanker vor irakischer KüsteBei einem Angriff auf zwei Öltanker im Persischen Golf ist nach Angaben der irakischen Regierung mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Die Attacke in irakischen Hoheitsgewässern stelle eine Verletzung der Souveränität des Landes dar, zitierte staatliche Nachrichtenagentur INA einen Militärsprecher. Sechs Schiffe wurden demnach entsandt, um der Besatzung der beiden Tanker zu helfen. 38 Crew-Mitglieder seien geborgen worden, darunter ein Toter, sagte der Militärsprecher weiter.Im Krieg zwischen den USA und Israel mit Iran geraten Schiffe im Persischen Golf, der Straße von Hormus und dem Golf von Oman immer wieder unter Beschuss. Die Gefahr durch iranische Raketen und Drohnen hat die Handelsschifffahrt in der Region seit Kriegsbeginn vor anderthalb Wochen fast komplett zum Erliegen gebracht.
UN-Sicherheitsrat fordert sofortiges Ende iranischer Angriffe auf GolfstaatenDer UN-Sicherheitsrat hat das sofortige Ende der iranischen Angriffe auf die umliegenden Golfstaaten gefordert. In seiner am Mittwoch mit 13 von 15 Stimmen verabschiedeten Resolution verlangte das wichtigste UN-Gremium die „unverzügliche Einstellung aller Angriffe der Islamischen Republik Iran gegen Bahrain, Kuwait, Oman, Qatar, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Jordanien“. Russland und China enthielten sich bei der Abstimmung. Iran kritisierte die Verabschiedung der Resolution.Der Text war gemeinsam von den Mitgliedern des Golf-Kooperationsrats sowie Jordanien eingebracht worden. Der Golf-Kooperationsrat umfasst die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien, Kuwait, Oman, Qatar und Bahrain. Die Resolution wird von insgesamt 135 UN-Mitgliedstaaten unterstützt.
Russische Resolution im Weltsicherheitsrat scheitertEine russische Resolution, die laut Entwurfstext nicht explizit das iranische Vorgehen verurteilte, sondern alle Beteiligten dazu aufrief, die Kämpfe zu beenden und an den Verhandlungstisch zurückzukehren, ist gescheitert. Großbritannien etwa warf Russland vor dem Hintergrund des Vorgehens Moskaus in der Ukraine „Heuchelei“ vor.Iran und Russland verbindet eine strategische Partnerschaft. Iran war vor allem in den ersten Kriegsjahren als Waffenlieferant im Ukrainekrieg wichtig. Später half das Land beim Aufbau einer Drohnenproduktion in Russland.