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17.03.2026
22:58 Uhr
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Berichte: Warnung kam kurz nach ersten Einschlägen +++ Iran bestätigt Tod von Sicherheitschef Laridschani +++ Trump ändert Position bei Suche nach Unterstützung +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Iranischer Beschuss nahe australischer BasisEin iranischer Flugkörper ist in den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Angaben des australischen Ministerpräsidenten Anthony Albanese nahe der von seinem Land genutzten Al-Minhad-Luftwaffenbasis eingeschlagen. Alle australischen Soldaten seien in Sicherheit. Durch ein kleines Feuer nach dem Einschlag auf einer Zufahrtsstraße zur Basis seien ein Unterkunftsgebäude und eine medizinische Einrichtung leicht beschädigt worden.
Saudi-Arabien lädt Außenminister zu Beratungen ein Vor dem Hintergrund des Irankriegs hat Saudi-Arabien Außenminister arabischer und islamischer Staaten zu neuen Beratungen eingeladen. Bei dem Treffen heute Abend in der Hauptstadt Riad gehe es darum, sich gemeinsam um die Förderung von Sicherheit und Stabilität in der Region zu bemühen. Einzelheiten zu den eingeladenen Staaten oder eine Gesamtzahl erwarteter Minister wurden nicht genannt. Iran greift Saudi-Arabien und die übrigen Staaten am Persischen Golf seit Beginn des von den USA und Israel begonnenen Kriegs immer wieder mit Raketen und Drohnen an.
Zwei Tote in Israel Bei einem iranischen Raketenangriff sind in Israel mindestens zwei Menschen getötet worden. Ein Mann und eine Frau wurden bei einer Attacke in der Stadt Ramat Gan nahe Tel Aviv schwer verwundet und erlagen wenig später ihren Verletzungen, wie der Rettungsdienst Magen David Adom mitteilte. Medienberichten zufolge handelte es sich bei den Opfern um ein Paar im Alter zwischen 70 und 80 Jahren.
Einschlag auf Gelände von iranischem AKWIm Zuge der Angriffe Israels und der USA auf Iran ist auf dem Gelände des Atomkraftwerks Buschehr nach Angaben aus Teheran ein Geschoss eingeschlagen. Bei dem Vorfall sei das Kraftwerk nicht beschädigt worden, teilten die iranischen Behörden der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) mit. Es habe auch keine Verletzten gegeben. IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi rief zu höchster Zurückhaltung in dem Konflikt auf, um einen nuklearen Unfall zu vermeiden. Die Atomanlage Buschehr, das einzige iranische Kernkraftwerk, liegt etwa 760 Kilometer südlich von Teheran am Persischen Golf. Sein Reaktor russischer Bauart liefert seit 2011 Strom. Der staatliche russische Atomkonzern Rosatom baut derzeit einen zweiten Reaktorblock.
Libanesische Medien: Israel greift Beiruts Zentrum ohne Warnung an Israel hat Berichten zufolge ohne Vorwarnung das Zentrum von Beirut angegriffen. Getroffen wurde ein Ziel im Viertel Sukak al-Blat, wo die israelische Armee vergangene Woche eine Filiale des Hisbollah-nahen Finanzunternehmens Al-Kard Al-Hassan attackiert hatte, wie libanesische Medien am Mittwochmorgen berichteten. Ein weiterer Angriff traf demnach das zentrale Viertel Basta.Das Viertel Sukak al-Blat liegt nahe dem Hauptsitz der libanesischen Regierung und mehreren Botschaften. Die israelische Armee führte den Medien zufolge außerdem zwei Angriffe in südlichen Vororten der Hauptstadt aus. Vor ihrem Angriff im Zentrum von Beirut in der vergangenen Woche hatte die israelische Armee einen Evakuierungsaufruf veröffentlicht. Das geschah dieses Mal nicht.
USA melden Einsatz von BunkerbrechernDie US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben bunkerbrechende Bomben eingesetzt, um besonders geschützte iranische Raketenstellungen an der Straße von Hormus anzugreifen. „Mehrere“ der Bomben mit einem Gewicht von jeweils knapp 2,3 Tonnen seien „erfolgreich eingesetzt“ worden, teilte das Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) mit. Die Spezialmunition mit besonderer Durchdringungskraft kommt etwa bei Angriffen auf besonders verstärkte Einrichtungen oder unterirdische Bunkeranlagen zum Einsatz. Nach Angaben des US-Militärs zielte der Angriff auf Stellungen mit Marschflugkörpern ab, die gegen Schiffe eingesetzt werden sollten. Sie hätten „eine Bedrohung für den Schiffsverkehr in der Meerenge“ dargestellt.Im vergangenen Juni hatte die US-Armee während des Zwölf-Tage-Krieges bunkerbrechende Bomben gegen iranische Atomanlagen eingesetzt.
Iran bestätigt Tod von LaridschaniIran hat den Tod des Spitzenfunktionärs Ali Laridschani bestätigt. Die den Revolutionsgarden nahe stehende Nachrichtenagentur Fars teilte mit, dass der Generalsekretär des Nationalen Sicherheitsrates zum „Märtyrer“ geworden sei. Auf dem ehemaligen X-Account des ranghöchsten Sicherheitsbeamten hieß es: „Ein Diener Gottes ist als Märtyrer zu seinem Herrn gelangt.“Laridschani und der ebenfalls bei einem israelischen Luftangriff am Montag getötete Kommandeur der paramilitärischen Basidsch-Miliz, Brigadegeneral Gholamresa Soleimani, sollen nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim an diesem Mittwoch beigesetzt werden.Laridschani hatte noch vor seinem Tod angekündigt, den Widerstand gegen die USA und Israel fortsetzen zu wollen. Der 67-Jährige war zuletzt zu einer zentralen Figur im iranischen Machtapparat aufgestiegen. Laridschani galt als wichtige Stimme, die Iran auch nach außen vertrat. Seine Tötung dürfte es für die USA erschweren, eine Verhandlungslösung für ein mögliches Ende des Krieges zu finden.
Medienbericht: Russland teilt Satellitenbilder mit IranRussland weitet einem Zeitungsbericht zufolge seine geheimdienstliche und militärische Zusammenarbeit mit Iran aus. Die Regierung in Moskau stelle Teheran Satellitenbilder und verbesserte Drohnentechnologie zur Verfügung, berichtet das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen. Damit werde Iran dabei unterstützt, US-Streitkräfte in der Region ins Visier zu nehmen, schreibt die Zeitung weiter.
Iran: Lage in Straße von Hormus wird nicht wieder wie vor dem Krieg seinDer iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf hat dauerhafte Veränderungen für den Schiffsverkehr in der für den weltweiten Öl- und Gashandel wichtigen Straße von Hormus angekündigt. „Die Situation in der Straße von Hormus wird nicht zu ihrem Vorkriegszustand zurückkehren“, erklärte er am Dienstag auf Englisch in Onlinenetzwerken.
Irakische Medien: Flammen an US-Botschaft im Irak nach AngriffIn der irakischen Hauptstadt Bagdad ist die US-Botschaft erneut unter Beschuss geraten. Von dem Gebäude im hoch gesicherten Regierungsviertel stieg Rauch auf, wie irakische Medien berichteten. Zunächst bekannte sich niemand zu der Attacke. Erst vor zwei Tagen war bei einem Angriff offenbar ein Abwehrsystem an der Botschaft getroffen worden. „Verbotene Gruppen“ hätten die Botschaft erneut angegriffen, teilten die irakischen Streitkräfte mit. Es handle sich um einen „Terrorangriff“ auf die Souveränität des Landes. Ministerpräsident Mohammed al-Sudani verurteilte Angriffe auf Botschaften und andere diplomatische Vertretungen im Land. Es handle sich dabei um „kriminelle Versuche, den Irak, seine Sicherheit und Stabilität“ zu gefährden.
Israel meldet neue Angriffe aus LibanonDie proiranische Hizbullah in Libanon hat israelischen Armeeangaben zufolge erneut Israel beschossen. Israelischen Medien zufolge feuerte die Miliz am Abend Dutzende Raketen und Drohnen aus Libanon. Demnach gab es Schäden durch Einschläge von Raketenteilen.Unter anderem sei ein Wohnhaus getroffen worden. Berichte über Verletzte gab es zunächst nicht. In mehreren Gegenden im Norden Israels sowie in israelischen Siedlungen im Westjordanland heulten Warnsirenen.Die Hizbullah reklamierte mehrere Angriffe mit Raketen und Drohnen für sich. Zuvor hatte Israels Armee Pläne der Hizbullah für umfangreiche Raketenangriffe auf Israel für den Abend publik gemacht. Das israelische Militär teilte auch mit, die israelische Luftwaffe greife derzeit Raketenabschussrampen und weitere Ziele der Hisbollah in Libanon an.
US-Außenministerium ruft alle Auslandsvertretungen zu Sicherheitsevaluation aufDas amerikanische Außenministerium hat alle amerikanischen Auslandsvertretungen angewiesen, wegen des Irankriegs „unverzüglich“ eine Überprüfung ihrer Sicherheitslage durchzuführen. Washington verwies dabei auf die „anhaltende und sich entwickelnde Lage im Nahen Osten sowie mögliche Übertragungseffekte“. Das berichtete die Washington Post am Dienstag unter Berufung auf ein Rundschreiben des Ministeriums. Demnach sollen „alle Vertretungen weltweit“ Notfallteams benennen, die Bedrohungen identifizieren, Vorkehrungen treffen und die Sicherheitslage überprüfen sollen. Laut der Zeitung ist es das erste Mal, dass eine solche Anweisung nicht nur an Vertretungen im Nahen Osten, sondern an Botschaften und Konsulate auf der ganzen Welt ging. Nicht klar ist, ob die Aufforderung sich auf neue Warnungen oder Informationen der Geheimdienste bezieht oder wegen der allgemeinen Gefahrenlage geäußert wurde.
Trump stellt NATO-Mitgliedschaft der USA in Frage Wegen seines Ärgers über die Verbündeten der NATO, die die Vereinigten Staaten nicht im Irankrieg unterstützen wollen, hat der amerikanische Präsident am Dienstag mit dem Austritt aus dem Bündnis gedroht. Amerika habe über die Jahre „viele Billionen Dollar“ für die NATO ausgegeben und anderen Ländern geholfen. „Und wenn sie uns nicht helfen, dann ist das sicherlich etwas, über das wir nachdenken sollten.“ Er habe zurzeit nichts Konkretes im Sinn, sei aber „nicht gerade begeistert“, wenn man der NATO im Moment auch noch „mit der Ukraine helfe“.
Wadephul: Regime-Wechsel ist wohl nicht Amerikas Ziel Bundesaußenminister Johann Wadephul rechnet nicht mit einem Regime-Wechsel im Iran. „Ich glaube nicht, dass das passiert\", sagt Wadephul in Berlin. US-Außenminister Marco Rubio habe ihm gesagt, Ziel der anhaltenden Angriffe auf Iran sei die Zerstörung der Atom- und Raketenprogramme, um die Gefährdung Israels auszuschalten. Ein kontrollierter Regime-Wechsel sei ohnehin nicht realistisch, und Chaos im Iran sei nicht im Interesse Europas.