FAZ 08.09.2026
09:33 Uhr

Fußball-Transferticker: AC Florenz holt Vanoli zurück


Wie wichtigsten Transfer-News im Fußball ▷ Transfermarkt, Vereinswechsel und Vertragsverlängerungen in der Bundesliga und international im Überblick bei der F.A.Z.

Fußball-Transferticker: AC Florenz holt Vanoli zurück

Fabio Grosso ist nach nur drei Spieltagen als Trainer des italienischen Erstligaklubs AC Florenz entlassen worden. Das bestätigte der Verein aus der Toskana am Sonntagabend in einer kurzen Mitteilung. Florenz liegt ohne Punkt und mit 1:9 Toren am Tabellenende der Serie A. Am Samstag hatte die Fiorentina ihr Heimspiel gegen den FC Turin 1:2 verloren.Grosso hatte erst im Juni einen Vertrag über zwei Jahre unterschrieben, nun muss er als erster Trainer der noch jungen Saison gehen. Zuvor stand der 48-Jährige bei US Sassuolo unter Vertrag.In Deutschland ist der ehemalige Außenverteidiger altbekannt: Mit der italienischen Nationalmannschaft hatte er auf dem Weg zum WM-Titel 2006 dem deutschen \"Sommermärchen\" ein jähes Ende bereitet. Grosso sorgte dabei nicht nur für das vorentscheidende 1:0 im Halbfinale gegen die DFB-Elf, sondern verwandelte im Endspiel auch den finalen Elfmeter gegen Frankreich. (sid)

Beim FC Liverpool ist Richard Hughes als Sportdirektor zurückgetreten. „Zuallererst möchte ich wiederholen, was ich bei meiner Ankunft gesagt habe – ich bin sehr stolz darauf, die Gelegenheit erhalten zu haben, dieser unglaublichen und einzigartigen Institution zu dienen. Dafür werde ich immer dankbar sein“, erklärte Hughes in einer Mitteilung des Klubs. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge zieht es den 47-Jährigen nach Saudi-Arabien zu Al-Hilal. Ein Nachfolger für den Sportdirektor werde schon gesucht und soll „zu gegebener Zeit bestätigt“ werden, hieß es. Eintracht Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche soll nach Medienberichten zu den Kandidaten gehören.Der ehemalige schottische Nationalspieler Hughes war im Juni 2024 nach Liverpool gekommen. Da hatte Bundestrainer Jürgen Klopp nach fast neun Jahren den Klub verlassen. Hughes war vom AFC Bournemouth an die Anfield Road gewechselt, als Nachfolger von Jörg Schmadtke. Für den Transfer von Florian Wirtz nach Liverpool war Hughes mitverantwortlich. (dpa) 

Der FC Liverpool hat seiner hochkarätig besetzten Offensive abermals ein hoffnungsvolles Talent hinzugefügt. Der Klub von Florian Wirtz verpflichtete den 18 Jahre alten französischen Juniorennationalspieler Djylian N'Guessan von der AS Saint-Étienne. Der Youngster soll fünf Millionen Euro Ablöse gekostet haben.Der Wechsel tritt zum 1. Januar 2027 in Kraft. Die komplette laufende Saison spielt N'Guessan noch auf Leihbasis beim französischen Erstligisten Stade Brest.N'Guessan stammt aus der Akademie von Saint-Étienne, für das er seit seinem Profidebüt im Januar 2025 13 Spiele bestritt (ein Tor). Bei der U20-WM 2025 erreichte er mit Frankreich Platz vier, bei der U17-EM im selben Jahr stieß er mit \"Les Bleus\" sogar bis ins Finale vor und wurde nach vier Treffern ins Team des Turniers gewählt. (sid)

RB Leipzig hat Arthur Vermeeren erneut verliehen. Wie der Klub bekannt gab, wechselt der Belgier für eine Saison in seine Heimat und spielt künftig bei Royal Antwerpen. Trainer dort ist Marvin Compper, der von 2014 bis 2018 für RB spielte. Der Wechsel wurde möglich, da das Transferfenster in Belgien anders als in Deutschland erst am 3. September schloss. Für Vermeeren ist der Wechsel zu Royal ein Gang in die Vergangenheit. In Antwerpen schaffte er den Sprung in den Profifußball und holte mit Royal 2023 das belgische Double. Im Winter 2024 wechselte er zu Atlético Madrid, im Sommer 2024 zunächst auf Leihbasis nach Leipzig, ein Jahr später fest. Allerdings konnte er sein Potenzial weder bei den Sachsen noch in der vergangenen Spielzeit bei Olympique Marseille abrufen. Nun sucht er bei seinem ersten Profiklub einen Neuanfang. (dpa)

Außerdem will Leipzig einen ablösefreien Abgang von Kapitän David Raum verhindern. Der Bundesligaklub möchte deshalb in diesem Monat Gespräche über eine Verlängerung des im kommenden Sommers auslaufenden Vertrages ansetzen.„Es wird mit David und seinem Berater sicherlich einen Austausch geben. Das Bestreben ist da, mit ihm zu verlängern, das habe ich schon mehrfach betont. Aber es gehören ja immer drei Seiten dazu“, sagte Sportchef Marcel Schäfer, der neben dem Klub und dem Spieler auf die Berater verwies.Raum hatte bisher mit Gesprächen über eine Verlängerung keine Eile gehabt. Zunächst habe er sich auf das Saisonfinale, dann die WM und später auf die Vorbereitung fokussieren wollen. Ein Bekenntnis, langfristig in Leipzig bleiben zu wollen, vermied der 28-Jährige stets. (dpa)

Drittligaklub SG Sonnenhof Großaspach hat Nikos Zografakis als erhoffte Verstärkung für die Offensive verpflichtet. Der 27 Jahre alte gebürtige Berliner wechselt von VSG Altglienicke aus der Regionalliga Nordost nach Aspach. In der Vergangenheit spielte der flexibel einsetzbare Offensivspieler unter anderem für die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart und den SV Sandhausen sowie für Energie Cottbus, den SC Verl, Hessen Kassel und Athens Kallithea in der zweiten griechischen Liga. „Wir sind überzeugt davon, dass er uns mit seinen Qualitäten direkt weiterhelfen kann“, sagte der Sportliche Leiter und frühere Bundesliga-Stürmer Julian Schieber in einer Vereinsmitteilung. „Mit Nikos bekommen wir noch einen Spieler dazu, der bereits viel Erfahrung auf hohem Niveau gesammelt hat und uns in der Offensive –  insbesondere auf den Außenbahnen – noch einmal zusätzliche Möglichkeiten gibt.“ (dpa) 

Der FC Augsburg setzt weiter auf seinen Offensivspieler Nathanael Mbuku. Der Bundesligaklub hat den noch bis 2027 laufenden Vertrag mit dem 24-Jährigen um ein Jahr verlängert. Gleichzeitig wird Mbuku bis Saisonende erneut verliehen, diesmal an den belgischen Erstligaverein VV St. Truiden, mit dem er in der Conference League auch im Europapokal spielen kann.Mbuku, der im Sommer mit der DR Kongo an der Weltmeisterschaft teilgenommen hatte, kam beim Augsburger Saisonstart nicht zum Einsatz. In der vergangenen Saison absolvierte er 30 Spiele in der französischen Ligue 2 für den Montpellier HSC (vier Tore). (SID)

Schalke-Stürmer Edin Džeko beendet seine Karriere in der Nationalmannschaft von Bosnien-Herzegowina. Das gab der 40-Jährige am Donnerstag in den Sozialen Netzwerken bekannt. Demnach werde er am 2. Oktober in der Nations League gegen Schweden sein „nächstes und finales Match für unsere Nationalmannschaft bestreiten“, schrieb Džeko. Der Angreifer und Rekordspieler seines Landes absolviert dann sein 152. Länderspiel, im Nationaltrikot erzielte er bisher 73 Tore.„Manchmal habe ich mich gefragt, wann dieser Moment wohl kommen würde … Aber ich hätte nie gedacht, wie emotional ich mich fühlen würde, wenn ich diese Worte schreibe“, schrieb Džeko: „Nichts in meiner Karriere ist mit dem Stolz vergleichbar, den ich jedes einzelne Mal empfunden habe, wenn ich dieses Trikot getragen habe. Nichts.“ Džeko bestritt sein erstes Länderspiel im Juni 2007 in der EM-Qualifikation gegen die Türkei (3:2). Mit Bosnien nahm er 2014 in Brasilien und in diesem Jahr in den USA, Mexiko und Kanada an der WM teil. Er habe das Gefühl, „dass die Zeit gekommen ist, zurückzutreten“, schrieb Džeko: „Wenn ich es geschafft habe, bis zum Alter von 40 Jahren Teil der Nationalmannschaft zu sein, dann liegt das daran, dass ich wirklich jedes Mal alles gegeben habe, was ich hatte.“ Der Stürmer hatte Anfang August seinen Vertrag beim FC Schalke für eine Saison erneuert. (sid)

Kehrtwende bei Carlos Queiroz: Der Portugiese bleibt doch Nationaltrainer Ghanas. Wie der ghanaische Fußballverband (GFA) mitteilte, wird der 73-Jährige wieder eingestellt, nachdem er im Anschluss an die WM zurückgetreten war. Der Verband sei überzeugt, „dass Queiroz dank seiner umfangreichen internationalen Erfahrung, seiner fachlichen Kompetenz und seiner Kenntnisse über die 'Black Stars' bestens geeignet ist, die Mannschaft in dieses nächste Kapitel zu führen“.Queiroz hatte sein Amt im April als Nachfolger des früheren Bundesligaprofis Otto Addo angetreten, mit Ghana erreichte er bei der WM das Sechzehntelfinale. Die „Black Stars“ sind bereits Queiroz' achte Trainerstation bei einer Nationalmannschaft, zum fünften Mal nahm der ehemalige Trainer von Real Madrid an einer Weltmeisterschaft teil.Die Vertragslaufzeit gab der Verband nicht bekannt. In der Qualifikation für den anstehenden Afrika-Cup 2027 geht es gegen die Elfenbeinküste, Gambia und Somalia – der Spielplan steht jedoch noch aus. (sid)

Bundesliga-Aufsteiger SV Elversberg hat Jason Ceka für ein Jahr an den niederländischen Erstligaklub SC Cambuur Leeuwarden verliehen. Der 26 Jahre Offensivspieler besitzt bei den Saarländern einen Vertrag bis zum 30. Juni 2028. Ceka kam im Vorjahr vom Zweitligisten 1. FC Magdeburg zur SVE, für die er in der Hinrunde aber nur sieben Spiele absolvierte. In der Rückrunde der Vorsaison spielte er auf Leihbasis für Dynamo Dresden. Das Leihgeschäft war möglich, weil die Transferphase in den Niederlanden einen Tag später als in Deutschland endete.„Durch die erhöhte Konkurrenzsituation innerhalb des Kaders wäre es für Jason schwierig geworden, auf Spielzeit zu kommen. Dementsprechend ist es für alle Parteien eine sinnvolle Lösung, in Holland wertvolle Minuten zu sammeln“, sagte Elversbergs Sportdirektor Christian Weber. (dpa)

Fußball-Bundesligaklub RB Leipzig hat El-Chadaille Bitshiabu an Galatasaray Istanbul verliehen. Der Klub von Nationalspieler Leroy Sané sicherte sich zudem eine Kaufoption, teilte RB mit. Obwohl das Transferfenster in der Fußball-Bundesliga bereits am Dienstag schloss, konnten die Sachsen das Leihgeschäft für den 21-Jährigen noch abschließen, weil die Transferphase in der Türkei erst am 4. September endet.„Wir hatten eine lange und beschwerliche Reise, aber nun sind wir in Istanbul angekommen. Ich bin so froh, hier zu sein. Ich werde meine Fans und meine Familie treffen. Ich freue mich schon sehr auf den Moment, in dem ich sie sehen werde“, sagte Bitshiabu. Zuvor hatten sich mehrere Leih-Optionen zerschlagen.Bitshiabu gilt als hochtalentiert. Der Innenverteidiger war im Sommer 2023 für 15 Millionen Euro von Paris-Sait Germain verpflichtet worden. Nachhaltig durchsetzen konnte sich der bullige Linksfuß nie. Im Sommer wurden zudem in Maxime Estève und Abdoul Koné zwei weitere Innenverteidiger verpflichtet. Leipzig soll laut Sky zwei Millionen Euro für das eine Jahr erhalten, danach kann der Wechsel für etwa 25 Millionen Euro permanent vollzogen werden. (dpa)

Als Fünfjähriger kam Pablo Garcia zu Betis Sevilla, nach seinem Last-Minute-Transfer und dem Abschied von den Fans flossen bei dem Profi die Tränen. Garcia hatte gerade seinen Spind geräumt und wollte sich von seiner Mutter, die ebenfalls weinte, in der Dunkelheit wegfahren lassen. Als ihn Reporter auf seinen Transfer ansprachen, brachte der 20-Jährige kaum ein Wort heraus. Videos der Situation gingen in den sozialen Medien viral.Garcia war in den letzten Stunden der Transferperiode für 5,5 Millionen Euro an Liga-Konkurrent Racing Santander verkauft worden. Sein Vater schilderte die Situation dem Radiosender Cope. „Haben Sie den Jungen gesehen? Wir machen eine schwere Zeit durch. Aber wenn er erst einmal mit dem Training anfängt, wird er alles für Racing geben“, sagte Ramon Garcia.Dass sich sein Sohn überhaupt mit einem Klubwechsel konfrontiert sah, kam erst am Dienstagnachmittag heraus. „Es war sehr spät. Mitte des Nachmittags kam die Geschichte auf und wir warteten sehr lange, bis alles perfekt war“, sagte Garcia. Sein Sohn sah sich hin- und hergerissen, ob er dem Transfer zustimmen sollte: „Es war die Entscheidung, hierzubleiben und zu schauen, wie viele Minuten er bekommt. Oder einen Weg zu finden, mehr zu spielen und den Fußball wieder zu genießen.“Der Offensivspieler war in dieser Saison nur zu drei Kurzeinsätzen gekommen. Allerdings hatte er Betis am zweiten Spieltag in Valencia zum 1:0-Sieg geschossen. Insgesamt kommt er bisher auf 33 Profi-Spiele für den südspanischen Klub. Am Flughafen hatte Pablo Garcia dann seine Stimme wiedergefunden. „Ich hoffe, zurückzukehren, das wünschen wir uns alle. Es gab viele Dinge, die ich nicht beeinflussen konnte. Ich wünschte, alles wäre so gelaufen, wie wir es uns erhofft hatten“, wurde der Rechtsaußen in spanischen Medien zitiert. (dpa)

Einen Tag nach Transferschluss im deutschen Profifußball hat der FSV Mainz 05 mit einem Kniff Angreifer Marco Richter noch eine Wechselmöglichkeit eröffnet. Der Klub und der 28-Jährige einigten sich auf die Auflösung seines Vertrags noch vor dem 1. September, wie die Rheinhessen mitteilten. „Dadurch hat Richter auch nach Ende der Transferperiode die Chance, sich einem neuen Verein anzuschließen“, sagte 05-Sportdirektor Niko Bungert.Richter werde weiter mit der Mannschaft trainieren. Der Kontrakt des früheren Augsburgers und Berliners, der auch schon an den Hamburger SV und SV Darmstadt 98 ausgeliehen war, lief ursprünglich bis Sommer 2027. Als vertragsloser Spieler kann er sich nun immer noch einem neuen Klub anschließen. „Wir hatten mit Marco in den vergangenen Wochen im gemeinsamen Austausch den Plan entwickelt, dass er eine neue sportliche Herausforderung antreten wird“, erklärte Bungert. „Wir werden ihn weiterhin dabei unterstützen, durch einen hervorragenden Fitnesszustand für jeden möglichen neuen Klub eine Soforthilfe ohne lange Anlaufzeit sein zu können.“ Die Mainzer und Richter hatten sich nach einem Bericht des „Kicker“ ihr Vorgehen von der Bundesliga rechtlich absichern lassen. (dpa)