FAZ 12.03.2026
10:23 Uhr

(+) Wie wir in Zukunft denken: Die Quantentechnik kommt – und sie wirkt noch radikaler als KI


Eine Technik, die will, dass wir denken: Der Schock namens „Künstliche Intelligenz“ ist noch nicht verdaut, da naht der nächste – die Quantenära. Sie wird noch stärker in unsere Denkprozesse eingreifen als die KI.

(+) Wie wir in Zukunft denken: Die Quantentechnik kommt – und sie wirkt noch radikaler als KI

Arbeitsteilung zerstückelt uns. Es geht nicht anders: Alles, was ich regelmäßig und kompetent tun muss (zum Beispiel, um in der gegebenen Wirtschaftsordnung meinen Lebensunterhalt zu verdienen), verlangt Kenntnisse und Fertigkeiten, die mich, wenn ich sie ausbilde, von anderen in mir an­gelegten Talenten trennen, weil ich für diese anderen weder Zeit noch Energie übrig habe. Niemand kann alles können. Technik ergänzt das Spektrum der Kenntnisse und Fertigkeiten je nach Stand der Produktivkräfte vor allem um Automatisierbares: Bauroboter, Mathe-Software, Übersetzungsprogramme. In ihnen vergegenständlicht sich vergangene Mühe von Menschen, geistige zunächst. Die nächste Technik, die in diesem Gesichtskreis ansteht, beschäftigt und erregt seit einigen Monaten das Wagniskapital, Donald Trump und Emmanuel Macron. Sie alle reden erwartungsvoll von „Quanten“.

Sogar mit Michel Foucault hätte er sich nach eigenen Worten anfreunden können. Über die erstaunlichen Einsichten Starnberger Kneipengespräche mit meinem Nachbarn Jürgen Habermas.

Der deutsche Weinbau steckt in einer tiefen Krise, doch nicht alle Winzer leiden. Und diejenigen, denen es noch gut geht, hüten ein Erfolgsgeheimnis, an dem sich die ganze Gesellschaft ein Beispiel nehmen sollte.

Jürgen Habermas prägt die Philosophie und Gesellschaftstheorie nachhaltig. Sein Tod markiert das Ende einer Epoche und hinterlässt eine große Lücke. Nicht nur bei seinen Schülern und Weggefährten.

Redakteur im Feuilleton.

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