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12.03.2026
05:45 Uhr
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Mit sechs putzte Julia allein, mit acht kochte sie für ihre Mutter und ging mit ihrem kleinen Bruder einkaufen. Über eine problematische Rollenumkehr zwischen Eltern und Kindern, die oft im Verborgenen geschieht.

Als sie fünf war, trennten sich ihre Eltern. Das war ein „Wendepunkt“, sagt Julia heute, fast 30 Jahre später. Ihr Vater zog aus, sie blieb mit ihrer Mutter und ihrem jüngeren Bruder zurück. Nach und nach rutschte sie in eine Rolle, die ihr viel abverlangte. Zu viel, wie sie heute sagt.
Dass Stars die Namen ihrer Kinder als Marke schützen lassen, ist im Zeitalter sozialer Medien zur Normalität geworden. Was als Schutz vor Ausbeutung gedacht ist, birgt Konfliktpotenzial, sobald die Kinder volljährig sind.
Sprache fehlt immer am schmerzhaftesten Punkt: Lena Goreliks Roman „Alle meine Mütter“ verhandelt eine biologische Unmöglichkeit, die den Raum des Schreibens öffnet.
Trump ist ein Narzisst und mein Partner hat mich traumatisiert: Immer häufiger beschreiben wir unsere Wirklichkeit anhand von psychologischen Begriffen. Zwei neue Bücher werfen Licht auf dieses Phänomen.
Redakteurin im Ressort „Gesellschaft & Stil“.
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