FAZ 15.08.2026
20:39 Uhr

(+) Sanierung im Spreewald: Eine Villa mit Fortüne


Kurz nach der Wende kaufte eine junge Berlinerin eine heruntergekommene Jugendstilvilla im Spreewald. Haus und Garten verhalf sie mit Feingefühl für Vergangenes, viel Liebe und Einfallsreichtum zu neuem Glanz.

(+) Sanierung im Spreewald: Eine Villa mit Fortüne

Die großen Kandelaber an der Wand zum Wintergarten tauchen den Kiesweg im Garten am Abend in ein sanftes Licht. Mit ihren gusseisernen Schnörkeln und Verzierungen sehen die alten Leuchten aus, als hätte sie schon vor über hundert Jahren an der roten Ziegelwand gehangen. Gleich drei davon entdeckte Juliane Kamm bei einem Trödler während einer Urlaubsreise in Andalusien. Die historischen Laternen waren natürlich viel zu groß für Koffer oder Kofferraum, doch das war für die Berlinerin kein Grund, sie nicht zu kaufen. Wer ein altes Haus renoviert, weiß sich zu helfen. Kamm überredete einen Obsthändler, die Kandelaber beim nächsten Transport in Richtung Deutschland mitzunehmen. Wie man sieht, kamen sie tatsächlich im 80 Kilometer von Berlin entfernten Lübben an und beleuchten dort seither stilecht Haus und Garten.

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