FAZ 10.09.2026
06:50 Uhr

(+) Profitieren von Trump: Xi gewinnt die Herzen und Hirne der Welt


Schon zur Hälfte seiner Amtszeit hat Präsident Donald Trump das Ansehen der USA massiv beschädigt. Nutznießer vom schwindenden Vertrauen sind China und sein Staats- und Parteichef Xi Jinping. Auf dem Gipfel der BRICS-Länder ist Xi der unangefochtene Führer.

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Bei einer Untersuchung in 36 Ländern von Argentinien bis zum Vereinigten Königreich fanden die Wissenschaftler des amerikanischen Pew Research Center heraus, dass Menschen in den meisten der Länder das kommunistische Regime inzwischen positiver sehen als die zweitgrößte Demokratie der Welt. Der Wandel im Denken ist offensichtlich: „In der zweiten Hälfte der Präsidentschaft Joe Bidens war das Vertrauen in ihn in den meisten untersuchten Ländern höher als das Vertrauen in Chinas Präsidenten Xi Jinping. Bidens Werte sanken jedoch in vielen Ländern von 2023 auf 2024. Während der ersten beiden Jahre von Trumps zweiter Amtszeit verschlechterte sich die Bewertung des US-Präsidenten deutlich“, schreiben die Wissenschaftler.

Bei der Künstlichen Intelligenz geht es auf lange Sicht darum, wer die Innovationen der Welt vorantreibt. Hier habe Europa dank seiner wissenschaftlichen Exzellenz noch gute Chancen, meint ein früherer Botschafter.

China und die EU drehen weiter an der handelspolitischen Eskalationsschraube. Überrollt von der Exportwelle der Volksrepublik suchen die Europäer nach Antworten. Bei nächtlichen Beratungen auf dem EU-Gipfel ging es darum, ob künftig eine härtere Linie nötig ist.

Zukunftstechnologien erfordern immer mehr kritische Rohstoffe. Die aber liegen in den Händen weniger Länder. In Zeiten der geoökonomischen Machtpolitik achten diese mehr und mehr darauf, ihre Vorkommen für sich selber zu nutzen und als Druckmittel einzusetzen.

Leiter F.A.Z. Weltwirtschaft

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