Ein Verein wie Darmstadt 98 ist für viele Menschen ein Stück Gemeinsamkeit, ein Stück Halt und eine Verbindung zur Gesellschaft. Wenn wir es schaffen, alle 14 Tage knapp 18.000 Menschen ins Stadion zu bringen, genießen wir es sehr, dass diese Menschen miteinander ins Gespräch kommen und sich kennenlernen. Aus meiner Sicht leben wir in einer Gesellschaft, die sehr stark von Milieus geprägt ist. Wir alle bewegen uns in Umfeldern mit Menschen, die ähnlich gebildet und sozialisiert sind, einen ähnlichen Lebensstil und vielleicht auch ähnliche finanzielle Möglichkeiten haben. Das Stadion ist einer der wenigen Orte, an denen sehr unterschiedliche Menschen zusammenkommen. Darin liegt eine große Verantwortung des Sports: Menschen mit unterschiedlichsten Hintergründen und Prägungen miteinander ins Gespräch zu bringen. Wenn wir Veranstaltungen zu gesellschaftlichen Themen anbieten, kommen viele Menschen. Wir können eine Plattform für Fragen sein, die im Netz häufig nur noch sehr emotional und polarisierend behandelt werden. Im persönlichen Gespräch geben sich die Menschen ganz anders. Sie sind offener, und Standpunkte lassen sich besser austauschen.
