FAZ 18.03.2026
17:04 Uhr

(+) Fußball-WM 1990 im Kino: Der Sommer, in dem wir noch wussten, wie man gewinnt


Elf Freunde mussten sie nicht sein, sondern nur zusammenhalten: Wie Deutschland 1990 Fußball-Weltmeister wurde, ist jetzt im Kino zu sehen. Am besten Taschentücher mitnehmen.

(+) Fußball-WM 1990 im Kino: Der Sommer, in dem wir noch wussten, wie man gewinnt

Alle glücklichen Weltmeistermannschaften gleichen einander; jede unglückliche ist auf ihre eigene Weise unglücklich. Tatsächlich unterscheidet die (bisher) vier Titelgarnituren im Freudentaumel nicht viel. Teamgeist und Talent, Disziplin und auch ein wenig Glück zeichnete die Jahrgänge 1954, 1974, 1990 und 2014 durchweg aus. Was den dritten Titel vielleicht doch hervorragen lässt, ist, dass er, nicht nur politisch, in eine Übergangszeit fiel – errungen in einem medial noch vergleichsweise unschuldigen Biotop und einigermaßen unbehelligt, aber doch in einer Zeit, in der die Professionalisierung und die Kommerzialisierung dieses Sports einen Schub erfuhren, indem, entweder schon vor oder nach der WM, auffällig viele Deutsche in der italienischen Liga spielten, dem Land, wo die Zitronen blühten.

Wer reden darf und wer nicht: Thomas Bedorf entwickelt eine politische Phänomenologie, die starre Forderungen nach Repräsentation hinter sich lässt.

Entdeckung, Erweckung bei der Tanzplattform 2026 in Dresden: „This resting, piece“ ist fabelhafte Performancekunst der beiden Tänzerinnen Ewa Dziarnowska und Leah Marojević.

Über den Meister der Moderne ist alles schon gesagt? Die Kathedrale von Burgos in Spanien beweist mit dem Freilegen der christlichen Wurzeln seiner Bilder das Gegenteil.

Redakteur im Feuilleton.

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