FAZ 18.03.2026
15:57 Uhr

(+) Anlegen im Irankrieg: Wo ist der sichere Hafen?


Wer in dieser Krise reflexartig zu Staatsanleihen greift, erlebt eine Überraschung. Was das Depot jetzt am besten stabilisieren kann.

(+) Anlegen im Irankrieg: Wo ist der sichere Hafen?

In Krisenzeiten sind bonitätsstarke Staatsanleihen für Anleger oft der sichere Hafen. Das ist derzeit anders: „Seit der Eskalation des Krieges der USA und Israels gegen Iran Ende Februar haben die Anleihemärkte komplexer reagiert, als man es normalerweise bei einem geopolitischen Schock erwarten würde“, schreibt Daniel Loughney, Anleihechef bei Mediolanum International Funds. US-Staatsanleihen etwa hätten zunächst von der Nachfrage nach sicheren Häfen profitiert. Diese sei jedoch rasch verschwunden, als höhere Ölpreise die Inflationssorgen befeuerten. Infolgedessen sind die Renditen von Staatsanleihen wieder gestiegen. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen beispielsweise liegt derzeit bei rund 4,25 Prozent.

Die Märkte reagieren während des Irankrieges erstaunlich gelassen. Aber was passiert, wenn eine Krise länger dauert?

Der Ölpreis schwankt heftig, aber die Börsen reagieren vergleichsweise gelassen. Wenn das mal gut geht.

Nach mehr als 15 Jahren steigender Aktienmärkte erscheint ein reines Aktienportfolio unschlagbar. Doch die Zeit für eine strategische Neuausrichtung  könnte gekommen sein.

Redakteurin in der Wirtschaft.

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