Dlf 11.06.2026
05:06 Uhr

Nordirland - Zwölf verletzte Polizisten bei erneuten Krawallen in der Nähe von Belfast


In Nordirland ist es den zweiten Abend in Folge zu Gewalt bei rassistisch motivierten Protesten gekommen. In der Belfaster Vorstadt Newtownabbey ging die Polizei mit Wasserwerfern gegen Steine werfende Menschen vor, die nach Angaben der Behörden von rechtsextremen Aktivisten aufgestachelt worden waren.

Nordirland - Zwölf verletzte Polizisten bei erneuten Krawallen in der Nähe von Belfast
Erneut seien Feuer gelegt und Gegenstände wie Ziegelsteine, Flaschen und Steine auf die Einsatzkräfte geworfen worden. Nach Angaben des für Nordirland zuständigen britischen Ministers Benn wurden zwölf Polizisten verletzt. 16 Menschen seien festgenommen worden. In Belfast selbst blieb es ruhig, nachdem die Polizei ihre Präsenz dort erheblich verstärkt hatte. Zudem blieben viele Schulen und Geschäfte geschlossen.

Verstärkte Kontrollmaßnahmen bei Asylanträgen geplant

Benn sprach angesichts der Proteste von rassistischem Rowdytum gegen Einwanderer. Zugleich kündigte er an, zusammen mit den irischen Behörden die Kontrollmaßnahmen bei den Asylanträgen zu verstärken.
Auslöser der Krawalle war ein Messerangriff, bei dem ein Mann am Montag schwerstverletzt worden war. Für einen 30-jährigen Sudanesen wurde Untersuchungshaft angeordnet.

Aus dem Deutschlandfunk-Programm:

Ausschreitungen in Großbritannien und Nordirland (Audio)
Diese Nachricht wurde am 11.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.