Dlf 28.08.2026
17:15 Uhr

Mögliche Dopingsperre - Sprinter Owen Ansah verlangt Verfahren vor Sportschiedsgericht


Der deutsche Sprinter Owen Ansah lehnt eine von der nationalen Anti-Doping-Agentur NADA geforderte Dopingsperre ab. Zugleich beantragte er ein Disziplinarverfahren beim Deutschen Sportgericht.

Mögliche Dopingsperre - Sprinter Owen Ansah verlangt Verfahren vor Sportschiedsgericht
Das Foto veröffentlichte der Palast zur Silberhochzeit von Haakon und Mette-Marit am 25. August 2026.
Ola Vatn/Det kongelige hoff/dpa
Dem Leichtathleten vom Hamburger SV wird vorgeworfen, im Juli eine Dopingprobe verweigert zu haben. Deshalb fordert die NADA eine vierjährige Sperre. Der deutsche Rekordhalter über 100 Meter bestreitet die Vorwürfe. Er argumentiert, dass die Kontrolle unter Zeitdruck erfolgen sollte und er wegen eines kurz zuvor erfolgten Toilettengangs nicht in der Lage gewesen sei, so schnell eine Probe abgeben zu können. Ansah betont, die Probe nicht verweigert zu haben.

Saison für Ansah schon beendet

Der beste deutsche Sprinter dürfte derzeit trotz des Vorwurfs eines verweigerten Dopingtests weiter starten und ist nicht suspendiert. Allerdings hatte der 25-Jährige seine Saison am Donnerstag wegen einer Verletzung vorzeitig beendet.
Ihm droht jedoch weiterhin die Annullierung von Resultaten und Medaillen. Bei den Europameisterschaften in Birmingham hatte er vor zwei Wochen Gold über 200 Meter und Bronze über 100 Meter gewonnen.
Nun muss das Deutsche Sportschiedsgericht über die Anträge der NADA und von Owen Ansah entscheiden. Für beide Seiten sowie auch für den Leichtathletik-Weltverband und die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) besteht dann noch die Möglichkeit des Rechtsbehelfs zum Internationalen Sportgerichtshof Cas.
Diese Nachricht wurde am 28.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.