Weiter heißt es, die Golfstaaten hätten die Produktion um mindestens zehn Millionen Barrel pro Tag heruntergefahren, maßgeblich, weil der Transport durch die wichtige Straße von Hormus fast zum Erliegen gekommen sei. Die IEA vermutet, dass der Versorgungsausfall ohne eine rasche Wiederaufnahme des Verkehrsflusses weiter zunehmen wird.
Die IEA hatte ihre Mitgliedsstaaten gestern gebeten, Teile ihrer nationalen Ölreserven freizugeben. Insgesamt werden die 32 Mitgliedsländer der Agentur 400 Millionen Barrel Rohöl auf den Markt bringen. Deutschland beteiligt sich mit 19,5 Millionen Barrel.
Lesen Sie hier, was die Freigabe der strategischen Ölreserven durch die Mitgliedsstaaten der IEA bewirken kann.
Und hier können Sie lesen, was die DIHK von der Maßnahme hält.
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Preise steigen schon wieder
Die jüngsten Angriffe auf Öltanker und Energieanlagen am Persischen Golf trieben die Preise erneut in die Höhe: Die Nordseesorte Brent verteuerte sich zeitweise auf mehr als 100 Dollar pro Fass. Die Internationale Energieagentur hatte gestern angekündigt, wegen der steigenden Preise 400 Millionen Barrel aus strategischen Reserven freizugeben, um den Markt zu beruhigen.
Zuletzt waren mehrere Tanker sowie Treibstoffdepots in Bahrain und im Oman vom Iran angegriffen worden. Der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus ist fast vollständig zum Erliegen gekommen. Im Irak wurden alle Ölterminals geschlossen. Iranische Angriffe wurden auch aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, Dubai und Saudi-Arabien sowie Kuwait gemeldet.
Diese Nachricht wurde am 12.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
