Dlf 16.10.2026
13:48 Uhr

Holocaust-Gedenkstätte - Bundesländer wollen engere Zusammenarbeit mit Yad Vashem


Die Konferenz der deutschen Bildungsminister, die Wissenschaftsministerkonferenz und die Kultusministerkonferenz planen eine neue Kooperationsvereinbarung mit der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. Ziel ist es, Lehrkräfte gezielt zu unterstützen und die Zusammenarbeit mit Hochschulen und Kultureinrichtungen zu vertiefen.

Holocaust-Gedenkstätte - Bundesländer wollen engere Zusammenarbeit mit Yad Vashem
Damit wolle man historisches Wissen vermitteln sowie Holocaust-Leugnung und Geschichtsverfälschung entschieden entgegentreten, heißt es in einer Mitteilung. Die Unterzeichnung der Vereinbarung ist für Januar geplant. Diese baut auf einer bereits bestehenden Partnerschaft auf.

Stolz: Junge Menschen über Geschichte aufklären

Die Präsidentin der Bildungsministerkonferenz und bayerische Staatsministerin Anna Stolz betonte die historische Verantwortung, die Erinnerung an den Holocaust wachzuhalten. "Gerade in Zeiten, in denen Antisemitismus wieder offen zutage tritt und Hass und Hetze auch im Netz verbreitet werden, ist es wichtiger denn je, junge Menschen über die Geschichte aufzuklären und für Antisemitismus jeglicher Art zu sensibilisieren", erklärte Stolz.
Yad Vashem mit Sitz in Jerusalem ist die größte Holocaust-Gedenkstätte der Welt. Die Bundesregierung hatte im Juli zugesagt, ihre bisherigen Zahlungen für Yad Vashem erheblich aufzustocken. Demnach wird die seit 2012 bestehende finanzielle Unterstützung bis zum Ende des Jahrzehnts von einer Million Euro auf insgesamt fünf Millionen Euro jährlich verfünffacht.
Diese Nachricht wurde am 16.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.