Die Fachleute erklären in ihrem Bericht, darüber hinaus seien Beschränkungen für ältere Jugendliche denkbar - solange die Onlinedienste die Betroffenen nicht vor Suchtgefahren, Gewaltdarstellungen und Hassrede schützten.
EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen nannte den Bericht sehr überzeugend. Auch sie betonte, es müsse ein Mindestalter geben, ab dem sich Kinder auf Social Media anmelden könnten. Man müsse einen schrittweisen Zugang für unterschiedliche Altersgruppen in Betracht ziehen. Von der Leyen will nach der Sommerpause einen Gesetzesvorschlag vorlegen.
Die Vizepräsidentin des EU-Parlaments, Barley, sagte im Deutschlandfunk, die Betreiber großer Social-Media-Plattformen gestalteten ihre Angebote ganz bewusst so, dass sie süchtig machten. Eine feste Altersgrenze sei sinnvoll. Sie finde es auch richtig, für die jeweiligen Plattformen einzeln zu entscheiden, ob Beschränkungen nötig seien, meinte Barley.
Viele EU-Länder planen bereits eigene Beschränkungen für Soziale Medien, darunter Frankreich, Spanien, Dänemark und Griechenland. In Deutschland hat ein Gremium aus Fachleuten für eine EU-weite Lösung plädiert. Auch die deutschen Experten empfehlen entweder ein Verbot unter 13 Jahren oder Beschränkungen für einzelne Dienste - je nach deren Risiko.
Diese Nachricht wurde am 13.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
