Dlf 28.08.2026
12:15 Uhr

Erfurt - AfD scheitert mit Misstrauensvotum gegen Ministerpräsident Voigt


Die AfD in Thüringen ist mit einem Misstrauensvotum gegen Ministerpräsident Voigt von der CDU gescheitert. Im Landtag in Erfurt stimmten 49 Abgeordnete gegen den Antrag der AfD-Fraktion, Voigt durch deren Vorsitzenden Höcke zu ersetzen.

Erfurt - AfD scheitert mit Misstrauensvotum gegen Ministerpräsident Voigt
33 Abgeordnete stimmten dafür, 3 enthielten sich, 2 Stimmen waren ungültig. Die AfD hatte den Antrag mit der Aberkennung von Voigts Doktortitel und seinem erfolglosen Widerspruch dagegen bei der TU Chemnitz begründet. Die Landtagsfraktionen von CDU, BSW, SPD und Linken hatten im Vorfeld der geheimen Abstimmung erklärt, gegen den Antrag der AfD stimmen zu wollen.

Voigt: "Lasse mich nicht klein machen"

Vertreter der Regierungskoalition aus CDU, BSW und SPD warfen Höcke eine rechtsextremistische Haltung und eine politische Showveranstaltung kurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vor. "Ich werde mich von Ihnen nicht klein machen lassen", sagte Voigt in Richtung seines Dauerkontrahenten. Das Abstimmungsergebnis bezeichnete der Regierungschef als Rückenstärkung.
Nach der Thüringer Verfassung kann der Landtag dem Ministerpräsidenten das Misstrauen nur aussprechen, wenn eine Mehrheit der Abgeordneten einen Nachfolger wählt. 

Aus dem Deutschlandfunk-Programm

Misstrauensantrag der AfD gegen MP Mario Voigt gescheitert
Diese Nachricht wurde am 28.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.